Miasmen im Fallmanagement Teil 3: die Wahrnehmung der (Hahnemannschen) Miasmen durch Genetik und Embryologie

Miasmen im Fallmanagement Teil 3: die Wahrnehmung der (Hahnemannschen) Miasmen durch Genetik und Embryologie

Author: 
Leela D'Souza

Dr. Praful Vijaykar ist ein sehr erfolgreicher Homöopath in Mumbai und er konzentriert sich auf die Klinik. Er verwaltete über viele Jahre die staatlichen Ambulanzkliniken, die mit unserem (privaten) College in Verbindung stehen und die vielen von uns eine Chance gaben, dort teil zu haben und sehr wertvolle klinische Tipps aufzuschnappen. Seine stationären Patienten in den Krankenhausstationen wurden als 'unheilbare' Fälle diagnostiziert, oft mit ernster Pathologie, und sie wurden wie durch ein Wunder mit dem homöopathischen Similimum geheilt, das er ihnen verschrieb!

Sowohl die Ausübung der Homöopathie als auch die moderne Medizin waren die ausgeübten Berufe in seiner Familie, und dies ist im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass er tiefe Einblicke darin hatte, die Entwicklung der Miasmen von der genetischen Perspektive her wahrzunehmen und auch Herings Gesetz der Heilung mithilfe der Entwicklungsembryologie zu erklären. Dies ist eine glänzende Anwendung moderner Wissenschaft auf die Kunst und Wissenschaft der Homöopathie. Wenn richtig verstanden, könnte dies unser Fallmanagement und unser Verständnis der Krankheitsentwicklung im Menschen revolutionieren. Ich möchte diejenigen Homöopathen, die die wahre und gründliche klassische Homöopathie praktizieren möchten, ermutigen, eine zusätzliche Anstrengung zu unternehmen und diese Serie von Artikeln über das miasmatische Fallmanagement zu assimilieren.

Vijaykars Beobachtungen fügen sich stark ins ICR (Institute of Clinical Research) - Verständnis der Krankheitsevolution ein, die ich versuchte, im vorherigen Artikel über Miasmen zu erklären (Teil 2: Miasmen im Fallmanagement - Leela D'Souza). Sowohl der Vergleich zwischen beidem, als auch die enge Verbindung mit Hahnemanns Konzept der Miasmen könnten wohl interessant für einen weiteren Artikel sein, den wir in einer zukünftigen Ausgabe vorlegen könnten. Unsere Bemühungen gehen dahin, es zu ermöglichen, dass die "Miasmentheorie" und diese Konzepte aus dem Reich der philosophischen Diskussionen herausgelöst werden, um sie für unser tägliches Fallmanagement herauszufiltern. Es bedarf eines eingehenden Studiums und einige Jahre der Erfahrung mit chronischen Patienten, um verstehen zu können, wie alles so gut zusammenpasst. Man hätte dann Vorteile für das Management chronischer Fälle zusammen mit einem Vertrauen in die Mittelauswahl in ernsten und pathologischen Fällen.

Ich versuche zuerst, sie in Vijaykars embryologische Perspektive von Herings Gesetz der Heilung einzuführen. Es kann sein, dass dies ein bisschen technisch klingt, aber es formt die Basis dafür, die verschiedenen miasmatischen Ausdrucksformen in den unterschiedlichen Organen des Körpers zu verstehen. Es würde dem Homöopathen helfen, die Grundprozesse embryonaler Entwicklungen zu verstehen. Studieren Sie auch die Grundprozesse akuter und chronischer Entzündungen aus einem guten Pathologielehrbuch. Stellen Sie sich vor, es gäbe tatsächlich eine Methode zu all diesem Wahnsinn! Die Erklärungen weiter unten wären danach sehr viel einleuchtender. Die Verwendung "medizinischer" Begriffe dient einfach dazu, das richtige Wort zu verwenden, um die universell anerkannte Bedeutung zu übermitteln, und so wird die Hilfe eines einfachen medizinischen Wörterbuches (während der Lektüre) alles in die richtige Perspektive setzen. Vijaykar überwindet dieses Hindernis in seinen Büchern dadurch, dass er viele erzählungsartige Metaphern verwendet, um seine Konzepte zu vermitteln.

Herings Beobachtung “des natürlichen Gesetzes der Heilung" und die embryonale Entwicklung

Nach der Befruchtung beginnt die menschliche Eizelle den Prozess der Entwicklung zu einem menschlichen Fötus. Dies findet durch Zellteilung statt und folgt einem festgelegten Pfad der Entwicklung, den Vijaykar "Ernährungsgradation" nennt. Die Zellteilung produziert verschiedene Zellen für die Entwicklung von verschiedenen Organen, aber all diese Zellen entstehen anfangs aus nur 3 morphologisch verschiedenen Keimschichten. Diese nennt man:
1. Das Ektoderm
2. Das Entoderm
3. Das Mesoderm
Eine vierte spezialisierte Zellart entwickelt sich aus dem Ektoderm, Neuroektoderm genannt.

Das Ektoderm lässt Zellen wachsen, die die Gewebe von Organen formen, die der externen Umgebung ausgesetzt sind. Dies schließt die Haut ein; das Epithel der Hornhaut, Konjunktiva und Iris, Linse der Augen; Haare (nicht die Haarwurzeln), Nägel, Zahnenamel, externen Hörkanal, Mittelohrmembran (Trommelfell); unteren Analkanal, letzten Teil der männlichen Harnröhre, äußeren Teil der Scheide; Lippen, Wangen, Zahnfleisch, äußere Hülle der Mandeln.
Dies sind die äußersten Gewebe, die peripheren Gewebe nach Herings Gesetz der Heilung.

Das Entoderm formt Zellen, die die innere Auskleidung (Schleimhäute) der Atmungsorgane, des gastrointestinalen Systems und des Harntraktes bilden; das Epithel der Gallenblase und des extrahepatischen Gangs; Entodermzellen des Leberparenchyms.
Diese Schicht, wenn symptomatisch, ist auch eine periphere Ausdrucksform der Krankheit, aber tiefer als das oben genannte Ektoderm.

Das Mesoderm entwickelt sich in zwei Arten von Gewebe:
1. Das Mesenchym, das die Parenchymschicht aller inneren Organe formt; das Bindegewebe (Blut, Lymphe, Knochen, Knorpel, Muskeln, Dermis (Haut), Faszien und Hüllen der Organe). Dieses Gewebe ist die Verbindung zwischen dem Entodermepithel, das die Innenschicht der Organe formt und der mesodermalen Eingeweide (siehe unten).
2. Das Mesothel, das all die inneren Organe/Eingeweide formt: Lungenparenchym; Nieren; Muskeln, die die Luftröhre formen; angioblastische Zellprodukte (Herz, Blutgefäße); Eingeweidehüllen (Rippfell, Bauchfell, Perikard, Dura Mater, Pia Mater, Milz, Leber [Kapsel und Faserbindegewebe]).
Dies sind tiefere Gewebe, wichtige Organe und sie werden nur nach Unterdrückung auf der ektodermalen und entodermalen Ebene befallen.

Das Neuroektoderm formt das Nervensystem, sowohl das zentrale, als auch das periphere.
Es formt auch die sekretorischen Zellen der neuroendokrinen Drüsen und für Neurotransmitter, die in verschiedenen Organen und Geweben über den Körper verstreut liegen. Diese sekretorischen Zellen schütten Neurotransmitter oder Hormone aus und sie sind gemeinsam innerhalb des APUD Systems (
Amine Precursor Uptake Decarboxylate System) klassifiziert. Die APUD Systemzellen bestehen aus 3 Arten:
1. Ursprung in der Neuralleiste: Schilddrüse, Nebennierenmark, Melanoblasten der Dermis, Zellen des Urogenitaltraktes, welche 5-Hydroxytrytamin absondern.
2. Neuroektodermaler Ursprung: Hypothalamus, Nebenschilddrüse, Hirnanhangdrüse.
APUD Zellen mit umstrittenem Ursprung sind die langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse.
Eine Affektion dieser Gewebe erfolgt aufgrund langfristiger Unterdrückung und sie sind die "wichtigen Organe", "innen" und "zentral" in Herings Gesetz der Heilung.

Der Zyklus der Entwicklung

Dies ist eine kurze Erklärung der Embryonalentwicklung, die alle Medizinstudenten mit dem Studium der Anatomie lernen. Ein Homöopath sollte mit diesem frühen Prozess der intrauterinen Entwicklung vertraut sein, da er Herings Gesetz der Heilung wunderbar erklärt. Auch werden dann Vijaykars Konzepte sehr attraktiv.

Die Entwicklung des Embryos ist ein festgeschriebener und zeitlich gut geplanter Prozess der Entwicklung, der unabänderlich ist. Wenn dies doch geschieht, führt dies zu anatomischer und physiologischer Abnormität im resultierenden Erscheinungsbild des entwickelten Kindes. Der zuerst zu formende Bereich ist die Prächordalplatte, die letztlich den Kopf oder das Gehirn darstellt, und anschließend beginnen sich die anderen Organe zu entwickeln. Dies deutet auf eine zephalokaudale (Kopf – Schwanz -) Achse hin, d. h., auf Organe mit einem höheren Niveau der Wichtigkeit gegenüber Organen von niedrigerer Bedeutung nach Herings Gesetz der Heilung.

Im Kontrast dazu steht die paraxiale Entwicklung des Mesoderms, von innen nach außen und von der Dorsal- zur Ventralregion. Dies unterscheidet die inneren Organe von jenen, die peripherer sind, und die wichtigen tieferen Organe von den oberflächlichen (Heringsche Regel).

Das Ektoderm ist dort das am wenigsten Wichtige, wo es die Haut bildet und am wichtigsten, wo es das Gehirn oder die Neuralgewebe formt. Zwischen beiden befinden sich das Entoderm und das Mesoderm. Wenn wir verstehen, welche Organe sich aus welchem Gewebe gebildet haben, dann wird die Differenzierung zwischen Organen höherer Bedeutung und denen von geringerer Bedeutung klarer.

Basierend auf das eben erklärte embryonale Verständnis wären die Schichten der Krankheitsentwicklung aufgrund von Unterdrückung nach Hering:
Vom Ektoderm (Haut)
-- Entoderm (oberer Respirationstrakt, Leberzellen, Urogenitaltrakt, Gallengang)
-- Mesoderm/Bindegewebe (Blut, Lymphdrüsen und -system, Knochen, Gelenke, Muskeln, Knorpel, Dermis)
-- Organe des Mesoderms (Herz-Kreislauf-System, Herz und größere Gefäße, Nierenparenchym, Lungenparenchym)
-- Endokrines System (APUD System, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Hirnanhangdrüse, Nebennieren, Hoden, Eierstock)
-- Neuralplatte (Zentrales Nervensystem, Vegetatives Nervensystem)
-- Veränderungen im "genetischen Code" (hier bezieht sich Vijaykar auf Affektionen der Grundstruktur und Funktionen der Zellen aufgrund von genetischen Veränderungen).

Herings "Gesetz der Heilung" folgt daher der entgegengesetzten Richtung zum oben erklärten Entwicklungszyklus. Die 5 Richtungen der Heilung sind:

1. Von Organen höherer Bedeutung zu Organen von geringerer Wichtigkeit
2. Von oben nach unten
3. Von innen nach außen
4. Vom Zentrum zur Peripherie
5. In der chronologisch entgegengesetzten Reihenfolge der Krankheitsentwicklung.

Wie setzt man die Embryonalentwicklung mit der Krankheitsentwicklung und der miasmatischen Ausdrucksform in Beziehung?

Es wäre an dieser Stelle wichtig anzumerken, dass verschiedene Arten der miasmatischen Ausdrucksformen in jeder Schicht von Krankheitsunterdrückung existieren können. Es ist die Art der Ausdrucksform, die zwischen den Miasmen unterscheidet. Zum Beispiel kann die Haut entweder ein psorisches Miasma (einfache Dermatitis) oder ein sykotisches (Warzen) oder syphilitisches Miasma (Geschwürbildungen) aufzeigen. Was diese Ausdrucksformen bestimmen, sind sowohl die erblichen miasmatischen Eigenschaften, als auch die erworbene miasmatische Last.

Ein anderer bemerkenswerter subtiler Punkt ist die Geschwindigkeit der Krankheitsentwicklung. Sie bewegt sich mit der Zeit in Richtung eines zerstörerischeren Krankheitsausdrucks, d. h.: Ein Wechsel von oberflächlicheren Schichten in tiefere Schichten. Dies ist der zweite entscheidende Faktor bei einem ererbten Miasma in einer Person. Wenn Krankheiten dazu tendieren, innerhalb des Ektoderms oder des Entoderms zu bleiben, bedeutet es, dass sie eine starke psorische Eigenschaft haben. Wenn Krankheiten dazu tendieren, schnell in die tieferen Schichten von lebenswichtigeren Organen oder zu den Abkömmlingen der Neuralplatte zu ziehen, ist für sie eine starke syphilitische Eigenschaft bezeichnend.
Dies bedeutet, dass sich Personen von der Psora
à Sykose à Syphilis während ihres Lebens fortentwickeln können, und dass diese Fortentwicklung im Wesentlichen von dem ererbten miasmatischen Hintergrund abhängig ist. Hier ist ein anderer Bereich, in dem das Konzept der Krankheitsentwicklung des ICR Symposiums dem, was Vijaykar erklärt hat, ähnlich ist.

Ein von Vijaykar gegebenes Beispiel dafür ist der Fall eines Kindes, das im 5. Lebensmonat erblindete. Das Kind wurde als von Geburt an blind diagnostiziert. Aber die Mutter bestand darauf, dass das Kind bis zum 3. Lebensmonat sehr gut auf sie zu reagieren und sie anzulächeln pflegte. Sie war sich sicher, dass es im Alter von 3-4 Monaten sehen konnte. Sie würde die Diagnose von Blindheit von Geburt an nicht akzeptieren.
Bei weiterer Befragung stellte sich heraus, dass das Kind nachfolgend auf eine Impfung einen sanften Hautausschlag am ganzen Körper entwickelte. Dann hatte es eine Erkältung und Husten, die für einige Tage anhielten und die anscheinend auf konventionelle Behandlung ansprachen. Den Beobachtungen der Mutter zufolge wurde der Diagnose der Kinderärzte mehr Bedeutung zugesprochen. Es war klar, dass die Impfung eine Serie von pathologischen Reaktionen innerhalb des Körpers stimulierte, die zu der Degeneration der Retina führten und daher zur Blindheit.
Mithilfe unseres Verständnisses über Krankheitsentwicklung und miasmatischem Hintergrund, wie oben erklärt, ist die Folgerung: Das Kind besaß eine starke syphilitisch miasmatische Eigenschaft. Nach der Impfung, und einer kurzen Dauer des psorischen Ausdrucks folgend, schritt die Krankheit vom Ektoderm (Ausschlag) zum Entoderm (Kälte/Husten) voran und dann, den Ausdruck im Mesoderm umgehend, beeinflusste sie direkt das Neuroektoderm (Netzhautdegeneration). Das Mittel muss ein stark syphilitisches Mittel sein, das Leiden in einem sehr hohen Tempo produziert und den Regeln nicht folgte.
Die Basis für die Mittelwahl war: Nach Impfung, zerstörerisches, syphilitisches Mittel, frostig, durstig, (physische Allgemeinheiten des Kindes), entwickelt sich in einem hohen Tempo. Das Mittel, das die Blindheit dieses Kindes heilte, war Merc. sol.

Zelluläre Abwehrmechanismen und ihre miasmatische Korrelation

Vijaykar verwendet eine weitere gut dokumentierte Beobachtung normaler Physiologie, molekularer Biologie und Immunfunktionen einer Zelle, um Hahnemanns Theorie der Miasmen zu beschreiben und zu bestätigen. Es ist interessant, Miasmen aus dieser Perspektive zu verstehen: als eine Extrapolation von gut bekannten biologischen Mechanismen. Ich werde diese Konzepte sogleich in Kürze umreißen:

Es gibt 3 Grundfunktionen, die ein Organismus oder eine einzelne Zelle für das Überleben entwickelt hat.
1. Die erste Grundfunktion der Zelle ist die Ernährung ihrer Selbst. Ihre Grundfunktionen sind darauf abgestimmt, Nahrung und Sauerstoff für das Überleben zu beschaffen.
2. Die zweite Grundfunktion eines lebenden Organismus oder einer zellulären Einheit ist die Regeneration oder Reproduktion. Dies stellt das Überleben der Art sicher.
3. Die dritte Grundfunktion einer Zelle ist die Immunität, die sich für den Schutz vor äußeren Kräften sowohl für die einzelne Zelle als auch für den ganzen Organismus entwickelte.

Es ist wichtig, dass man die Veränderungen, die auf der zellulären- oder Gewebsebene auftreten berücksichtigt, denn diese Reaktionen werden von den Genen oder der genetischen Zusammensetzung des Menschen als Ganzes regiert. Die Reaktion auf die Krankheit, und ihr Ausdruck werden vom Genom in jeder einzelnen Zelle beherrscht, das von der genetischen Zusammensetzung dieser Person abhängig ist.

Eine normale Zelle antwortet auf Stressstimuli aus der Umgebung über bestimmte genetisch regulierte Funktionen (Stoffwechsel, Differenzierung, Spezialisierung), um die Homöostase wiederherzustellen. Sobald der Stress (pathologischer Reiz) über einen längeren Zeitraum anhält, beginnen unterschiedliche physiologische und morphologische Anpassungen aufzutreten und zu einem veränderten Zustand der Homöostase zu führen. Manche dieser Anpassungen sind Zellhypertrophie, Zellatrophie oder Verletzung der Zelle, die reversibel sein kann oder letztlich zur Zerstörung führen kann.

Es gibt begrifflich 3 Abwehrmechanismen, die eine Zelle für ihr Überleben verwendet.

1. Die physiologische Abwehr: die erste Frontlinie der Verteidigung. Anfangs versucht die Zelle, die Homöostase auf dem Niveau ihrer Zellwand durch Förderung der Produktion von Lysozymen in den mukösen Membranen oder von ungesättigten Fettsäuren auf dem Hautepithel wiederherzustellen. Diese versuchen, Reizstoffe oder Bakterien oder Viren wegzuwaschen. Letztlich, wenn dies nicht funktioniert, setzt die akute entzündliche Reaktion der Zellen ein (Calor: Hitze, Rubor: Röte, Dolor: Schmerz, Tumor: Schwellung, Functio-laesa: temporäre Abwesenheit der Funktion), welche versucht, die Reizstoffe, die Bakterien, das Virus usw. zu lokalisieren und die Krankheit loszuwerden, die den Einfluss auf den Körper verursacht. Dies ist die akute entzündliche Reaktion, die eng mit dem Prozess der Reparatur verwoben ist. Während die akute Entzündung auf die Begrenzung der Wirkung der Pathogene wirkt, setzt sie auch eine Serie von Ereignissen frei, die die geschädigten Gewebe heilen und wieder herstellen sollen.
Die akuten entzündlichen Prozesse in jedem Organ, die die Schleimhäute oder die Haut betreffen, sind ein typischer Ausdruck dafür, was Vijaykar als "physiologische Verteidigung" bezeichnet.

2. Die morphologische oder "indirekte" Abwehr: Sie ist die zweite Verteidigungslinie. Idealerweise wird sie in der jetzigen Stufe der meisten der chronischen entzündlichen Prozesse des Immunsystems aktiv. Man beobachtet auf der zellulären- (Mikro-) und der Makroebene die Ansammlung von Lipiden oder Eiweißen oder von Glykogen in den Zellwänden oder im Zytoplasma. Chronische entzündliche Prozesse beschreiben alle eine Ansammlung von Flüssigkeiten, eine Ausbildung von chronischen Granulomen und Heilung mit Faserbindegewebe als Teil der Immunprozesse. Diese zeigen sich als Zysten, Tumore, übermäßig zähe Absonderungen, Pigmentablagerungen, faserige Vernarbungen.

3. Die zerstörerische Abwehr: Wenn chronisch entzündliche Prozesse es nicht schaffen, den Fortschritt der Krankheit und die Krankheitserreger aufzuhalten, ist die nächste Verteidigungslinie die von Immunprozessen, die eine lokale Zerstörung mit Hilfe von speziellen Zellen und ausgeschütteten Enzymen bringen, um "das Ganze durch das opfern eines Teils zu retten". Der Wechsel zu dieser Art des Abwehrmechanismus findet möglicherweise auf dem genetischen Niveau der Zelle statt - der Änderung in Richtung der Selbstzerstörung anstatt zu überleben. Diese Pathologien drücken sich als Nekrose von Teilen oder Gangrän oder Geschwürbildungen aus.

Die §§ 73, 79, 80 des Organon, können mit den oben genannten Beobachtungen verglichen werden. Die Psora ist auf diese Weise die "physiologische Verteidigung", die Sykose ist die "indirekte Abwehr", und die Syphilis ist die "zerstörerische Abwehr".

Die Psora schließt die akute entzündliche Reaktion und die anderen physiologischen Abwehrmaßnahmen ein die die 1. Grundfunktion der Zelle opfert, die der Ernährung. Die resultierende Hypoxie und Ischämie führen zu einer Erschöpfung der Energieerzeugung innerhalb der Zelle, die ihr langfristiges Funktionieren und ihre Gesundheit affektiert (wenn nicht mit einem Similimum geholfen wird). Dieser Ausdruck kann auch für die geistigen und emotionalen Symptome extrapoliert werden.

Die Sykose schließt Abwehrprozesse mit ein, die die 2. Grundfunktion der Zelle benutzt oder opfert, welches ihre Kapazität ist, sich zu erneuern/zu reproduzieren. Mitose, Meiose usw. sind diese Funktionen, die bei Zellansammlungen und -wachstum helfen. Diese Tendenz des Schutzes durch Täuschung und Schutzwall ist die sykotische Extrapolation für den Gemützustand.

Die Syphilis benutzt die zerstörerischen Immunprozesse, um den Organismus oder die Zelle zu verteidigen. Die Immunfunktion ist die 3. Grundfunktion der Zelle, welche geopfert werden kann, was zur Zerstörung führt – örtlich oder auf der allgemeinen Ebene. Autoimmunerkrankungen, destruktive Krankheiten des Immunsystems oder von anderen Körperteilen sind Teil davon. Geistig gibt es hier auch einen Ausdruck der Zerstörung, Verlust an moralischem Sinn und Perversion des Intellekts.

Fast jeder Krankheitsprozess entsteht aus einer besonderen Richtung: Er beginnt mit einer akuten Entzündung (Psora) schreitet dann fort zu chronischer Entzündung und zu Verhärtungen (Sykose) und geht schließlich in Richtung Geschwürbildung und Zerstörung (Syphilis). (§ 72).

Auf diese Weise sehen wir in jedem Krankheitsprozess eine miasmatische Evolution während der Behandlung, akut oder chronisch. Das Ausmaß, mit dem die Krankheit voranschreitet, wird durch die grundlegenden miasmatischen Eigenschaften der Person bestimmt, die entweder erworben oder vererbt sind. Eine Phase oder ein Zustand kann zu einem bestimmten Zeitpunkt dominieren. Die Beobachtung und die Analyse der miasmatischen Evolution der Krankheit im Leben jedes einzelnen Patienten, die Wahrnehmung des miasmatischen Similimums oder der Serien von Simillima, die erforderlich werden sollten, und das Erkennen einer Umkehrung der miasmatischen Fortentwicklung in Richtung Gesundheit, ist das Kennzeichen eines fachmännischen homöopathischen Fallmanagements. Diese Umkehrung zu beobachten, ist nicht das ledigliche oder simple Folgen des Naturgesetzes der Heilung von Hering, sondern in der Lage zu sein, die tiefere miasmatische Umkehrung in Richtung Heilung wahrzunehmen. Die Auswahl der Mittel muss dann bestimmt werden und muss ein Simillimum für diesen Zweck sein. Erst dann werden wir die wahre Heilung in chronischen komplizierten Krankheiten sehen. Wir werden dieses nochmals näher mit einigen Beispielen erklären.

Multimiasmatischer Ausdruck:

Fast jeder von uns hat einen multimiasmatischen Ausdruck der Krankheit. Dies liegt daran, dass wir neben den Miasmen, die wir während unseres Lebens erworben haben können, auch eine vererbte miasmatische Last in uns tragen, die mit jeder suppressiven Behandlung voranschreitet, die wir während unseres Lebens zu uns nehmen. Vijaykar stellt die verschiedenen physischen und geistigen Aspekte des einzelnen miasmatischen Ausdrucks ausführlich dar. Das ist schon in früheren Artikeln über Miasmen, besonders im Letzten, abgedeckt worden. Seine Einblicke sind wertvoll, interpretierte Einblicke aus seinen eigenen Erfahrungen, sodass man sein Buch durchgehen sollte. Ich habe mich hauptsächlich auf die klinische Relevanz dieser Konzepte für das Fallmanagement konzentriert.

Jede Person erbt ihre natürlichen Eigenschaften und Merkmale von ihren Eltern. Diese befinden sich in ihren Genen. Aber nicht all diese Gene werden in den normalen Merkmalen der Person ausgedrückt. Einige Gene schlummern weiter, während manche dominieren. Die dominierenden Gene werden aktiviert, um Substanzen zu produzieren und zu synthetisieren, die die dominierenden Merkmale ausdrücken. Auch vom homöopathischen Standpunkt aus erbt die Person (genetisch basierte) miasmatische Eigenschaften von ihren Eltern. Sie mag einen multimiasmatischen Ausdruck geerbt haben, aber nur das dominierende Miasma drückt sich damit aus, während die anderen latent ruhen, (Hahnemann verwendete den Ausdruck "latente Psora"!), jedoch mit der Fähigkeit in der richtigen Reihe von Umständen aktiviert zu werden. Diese miasmatische Last wird auch von während des Lebens einer Person erworbenen miasmatischen Einflüssen modifiziert.

Vijaykar erklärt den Prozess von Wachstum, Entwicklung und Altern als Ausdruck der miasmatischen Evolution. Das wesentliche Konzept ist wie folgt:
Die erste Phase von der Geburt bis zum etwa 20. Lebensjahr präsentiert sich normalerweise mit Beschwerden, die mit dem psorischen Miasma in Verbindung stehen - Hautprobleme, häufige Erkältungen, Durchfallserkrankungen, verschiedene wiederholte Infektionen, die eine kurze Zeit dauern, und die helfen, das Immunsystem zu entwickeln. Mit diesen Krankheiten befasst sich das "Physiologische Abwehr"-System. Der geistige Zustand ist einer des Lernens, des Wachsens, des Arbeitens um Wissen zu erlangen, des Befriedigens seiner Grundbedürfnisse für das Überleben.

Die zweite Phase etwa vom 20. bis zum 50. Lebensjahr zeigt sich normalerweise mit skythischen Beschwerden wie Rückenschmerzen, rheumatische Arthritis, Schuppenflechte, Tumore, Gebärmutterleiomyom, Hypertonie und Diabetes. Die Abwehr ist kumulativ oder "konstruktiv" geworden. Der Gemütszustand drückt sich in der Notwendigkeit zu gedeihen aus, um Reichtum und Kraft anzusammeln und etwas zu erreichen. Es besteht eine Gewichtszunahme, die diese Entwicklung in Richtung des sykotischen Ausdrucks zum Ausdruck bringt.

Die dritte Phase geht vom 50. Lebensjahr bis zum Tod. Diese Phase ist von Katabolismus geprägt und von einem Prozess der Zerstörung, der normal für den Alterungsprozess ist. Aber sie charakterisiert auch einen syphilitischen Ausdruck. Je nach der miasmatischen Last setzt der zerstörerische Prozess in einem früheren Alter in dieser Phase ein oder erst in der Nähe des Todes. Ein langes Leben, und ein unkompliziertes Altern ist ein Zeichen eines starken psorischen miasmatischen Erbes, das das Geheimnis für ein langes Leben mit guter Vitalität ist.
Die miasmatische Veränderung kann natürlich jederzeit auftreten und es ist der miasmatische Hintergrund der ererbt wurde, zusammen mit dem Stress aus der Umwelt dem die Person ausgesetzt ist, der dies entscheidet.

Miasmen in Herings Gesetz der Heilung

Vorher redeten wir über die miasmatische Evolution und Herings Gesetz der Heilung aus der embryologischen Perspektive. Vijaykar fügt Herings Gesetz eine weitere Folgerung hinzu, um die miasmatische Perspektive mit hineinzubringen:

Die 5 Richtungen der Heilung sind:
1. Von bedeutenderen Organen zu Organen von geringerer Wichtigkeit
2. Von oben nach unten
3. Von innen nach außen
4. Vom Zentrum zur Peripherie
5. In der chronologisch entgegengesetzten Reihenfolge der Krankheitsentwicklung.
Eine zusätzliche Folgerung ist:
6. Von einem zerstörerischeren Miasma oder einem zerstörerischen Prozess in Richtung eines weniger destruktiven. D. h. von der Syphilis zur Psora oder von der Syphilis zur Sykose oder von der Sykose zur Psora.

Ein klinisches Beispiel ist der Fall eines Mannes, der an Leukämie erkrankt war. Während er mit einem Mittel behandelt wurde, reduzierte sich die Zahl seiner weißen Blutkörperchen, was ein willkommenes Zeichen hätte sein können, aber gleichzeitig fiel ebenfalls sein Hämoglobingehalt. Leukämie hat eine sykotisch erbliche Belastung. Der Rückgang der weißen Blutkörperchen ist ein gutes miasmatisches Zeichen, aber der Rückgang des Hämoglobins parallel dazu ist ein Hinweis auf die Zerstörung von Knochenmarkzellen, die auch die roten Blutkörperchen produzieren. Dies wäre eine syphilitische Veränderung in Richtung einer zerstörerischen Abwehr statt der sykotischen Abwehr der Leukämie. Dies war eine falsche Richtung der Heilung.

Der Fall wurde überarbeitet, und das richtige antisykotische Similimum wurde gefunden. Nach der zweiten Verschreibung nahm das Hämoglobin zu. Aber die Anzahl von Leukozyten stieg auch. Vom miasmatischen Standpunkt her war dies eine gute Tendenz, da die zerstörerische syphilitische Veränderung zu einer sykotischen Abwehr zurückgekehrt ist. Anschließend folgte eine allgemeine Abnahme der weißen Blutkörperchen, während sich das Hämoglobin weiter erhöhte. Eine anschließende Zählung der weißen Blutkörperchen ergab, dass es eine sichere Verringerung der Anzahl von Lymphozyten (chronisch entzündliche Zellen) mit einer entsprechenden Zunahme bei der Neutrophilen (akut entzündliche Zellen) gab. Laborergebnisse während des letzten Jahres haben keine derartigen Veränderungen im Differenzialblutbild ergeben. Das Zeichen von erhöhten Neutrophilenwerten gegenüber den Lymphozyten ist ein psorischer Ausdruck.

Dies war ein miasmatischer Hinweis auf die richtige Richtung der Heilung. Neben anderen Hinweisen auf die Heringsche Regel, die beobachtet wurden, gab es eine miasmatische Interpretation, die einen Wechsel von einer „syphilitischen destruktiven Abwehr“, über eine „sykotische konstruktive Abwehr“ zu einer „psorischen physiologischen Abwehr“ zeigt. Das Mittel war ein miasmatisches Similimum und gewiss wird es diesen Patienten völlig heilen.

Multimiasmatische Mittel

Den multimiasmatischen Ausdruck gibt es nicht nur bei einem Menschen sondern auch in der Arzneimittelprüfung. Wie bereits in meinem vorherigen Artikel erwähnt, wäre es interessant gewesen, wenn Hahnemann versucht hätte, Prüfsymptome so aufzuzeichnen, dass die Wichtigkeit des miasmatischen Ausdrucks und die Reihenfolge der Entwicklung der Symptome herausgestellt worden wären. Aber er tat es nicht und so haben wir heute zusätzliche Schwierigkeiten beim Versuch, unsere Mittel (besonders die Polychreste) aus der multimiasmatischen Perspektive zu verstehen. An diesem Konzept hat das ICR Symposium ebenfalls gearbeitet, um die unterschiedlichen miasmatischen Ausdrucksformen polychrester Mittel zu verstehen. Die Wichtigkeit, die Mittel vom miasmatischen Standpunkt aus zu verstehen liegt darin, dass es uns hilft, ein gemeinhin benutztes Mittel in einer ungewöhnlichen Ausdrucksform wahrzunehmen, basierend auf die vorherrschenden miasmatischen Ausdrucksformen. Das vorherrschende Miasma ist einer der Gründe, warum wir verschiedene und ungewöhnliche Aspekte von Mitteln in unterschiedlichen Personen sehen. Man schreibt dies nicht simpel als "Polaritäten" ab. Sie haben einen guten Grund, eine Polarität zu zeigen – und oft finden wir die Erklärung, wenn wir tiefer in die miasmatische Ausdrucksform des Symptomenbilds als Ganzes schauen, wobei die physischen Symptome für die Stufe der pathologischen Entwicklung am eindeutigsten bezeichnend sind.
Im vorherigen Artikel (Teil II) wurde der multimiasmatische Ausdruck von Baryta carb. mit einer Beschreibung aus den ICR Publikationen erklärt.

Hier ist es das Mittel Opium, wie es von Dr. Vijaykar miasmatisch analysiert wird.
Ein psorisches Opium würde aufzeigen:
Physisch
1. Epilepsie
2. Übersäuerung
3. Hautjucken.
Geistig
1. Er wird schnell und geistreich sein
2. Er hat ein gutes Verständnis
3. Er wird leicht ängstlich sein
4. Er würde einen guten Intellekt und ein aktives Gedächtnis haben

Das sykotische Opium würde aufzeigen:
Physisch
1. Verstopfung
2. Ptose der Augenlider
3. Wassersüchtiger Zustand des Körpers
Geistig
1. Er wäre langsam und träge
2. Er wäre ein Lügner, falsch und verschlagen.
3. Er wäre voller Ideen mit gigantischen Plänen
4. Seine Sinne wären stumpf mit einer Schwäche des Gedächtnisses

Das syphilitische Opium würde aufzeigen:
Physisch
1. Schmerzlosigkeit der Beschwerden.
2. Muskelzittern und -zucken.
3. Paralytische Zustände der Gedärme, Blase, usw.
4. Komatös und Bewusstlosigkeit.
Geistig
1. Er kann in seiner Gleichgültigkeit zufrieden sein.
2. Er kann schwachsinnig sein.
3. Er kann ekstatisch, exzentrisch sein mit enthemmten Fantasien.
4. Er könnte kreischen, schreien und schimpfen.

Hier ist ein Beispiel dafür, wie man den miasmatischen Ausdruck des Falls beobachtet und ihn mit dem miasmatischen Ausdruck eines multimiasmatischen Mittels in Beziehung setzt, um eine schwere Krankheit zu heilen.

Eine Dame kam mit einem Gebärmutterhalskrebs zur Behandlung. Sie war dunkelhaarig, hatte ein schmales Gesicht, scharfe Gesichtszüge, mit einem leicht verformten Nasenrücken. Sie war freundlich und redselig. Sie war stellvertretende Herausgeberin einer führenden Zeitschrift in hinduistischer Sprache. Sie sagte, dass sie von diesem Posten zurücktrat, da ihr Wert nicht erkannt worden war. Sie hatten sie nicht zur Herausgeberin gemacht, obwohl sie über 8 Jahre lang hart für die Zeitschrift gearbeitet hatte.

Zu Hause führte sie ein beschränktes Leben, weil ihr Mann sehr streng war. Er war diktatorisch, abrupt und unnahbar. Sie musste ihr Leben unabhängig von ihm führen, weil sie praktisch keine moralische oder finanzielle Unterstützung von ihm bekam. Ihr Sohn kümmerte sich auch nicht viel um sie.

Unter diesen Umständen war sie auf alle "Männer" böse. Sie sagte, sie sei eine gute Dichterin, deren Gedichte sehr hoch geschätzt werden. Sie spezialisierte sich auf zwei Themen - sie schrieb entweder für kleine Kinder oder für Frauen/Mädchen.
Als sie darum gebeten wurde, einige Gedichte vorzutragen, trug sie eins vor, das sie für junge Mädchen geschrieben hatte. Das Wesentliche des Gedichts war der Rat an die Mädchen, sich nicht auf die Küche zu beschränken, sondern aus ihrem Käfig heraus zu kommen und die weite Welt zu sehen. (So weit so gut)!. dann fuhr sie fort, um diesen Mädchen dazu zu raten, erbarmungslos jene Leute zu töten, die sie eingesperrt haben. Schneidet sie in Stücke und verfüttert Sie den Insekten und Ratten, die hungrig sind! All dies, mit der Absicht, die Freiheit zu befürworten!

Als sie darum gebeten wurde, ein Gedicht vorzutragen, das sie für Kinder geschrieben hatte, funkelten ihre Augen. Sie gab an, dass sie einzigartige Gedichte für Kinder schrieb. Sie begann ein Gedicht vorzutragen, das sie "Kopflos" betitelte. Das Gedicht beschrieb einen Jungen von 5 Jahren, dessen Kopf abgeschnitten wurde. Es endete damit, dass andere Jungs den kopflosen Jungen damit neckten, wie schön sie aussähen. Aber als sie über eine Brücke ins Wasser schauten, entsetzte sie die Spiegelung, die sie sahen. Alle ihre Köpfe waren abgeschnitten und auf den Körper des kopflosen Jungen gesetzt worden, den sie neckten!

Man kann sich die Verwirrung und die Verzerrung ihrer Fantasie vorstellen! Ein Gedicht für Kinder sollte angenehm sein, über die Schönheit handeln und voll von Freude sein, aber hier schrieb sie über Themen, die sie zu Tode erschrecken würden! Es war klar, warum ihre "einzigartigen" Gedichte nie Beliebtheit fanden und warum sie sich nie hoch geschätzt fühlte. Dies ist auch der Grund, warum sie nicht zur Chefherausgeberin befördert wurde und möglicherweise, weshalb ihr Mann für sie unnahbar blieb.

Dies ist ein syphilitischer Ausdruck des Mittels, der auf dem Niveau des Verstands mit einem physischen Symptomenausdruck steht (Beachten Sie, dass es keinen offensichtlichen Ausdruck im sozialen Verhalten gibt, was man normalerweise von einem überwiegend syphilitischen Mittel wie Merc. erwarten würde). Man muss keine Rubriken über Träume und Wahnvorstellungen durchforschen. Was bei ihr charakteristisch ist, ist ihre Ichbezogenheit, eine 'einzigartige' Person zu sein. Die richtige Rubrik im Repertorium über ihre verzerrte Fantasie ist:
"Gemüt – Seltsam, eigenartig – verschroben, wunderlich – Ansichten und Handlungsweise, in: Calc., Sulph., Verat ".
Ihre allgemeinen Symptome waren: Sehr durstig mit Hitze in den Handflächen und Sohlen. Das Mittel war Sulphur mit dem syphilitischen Ausdruck des Mittels. Sulphur heilte ihre Zervikal- und Gebärmutterdysplasie völlig, sehr zum Erstaunen des Gynäkologen.

Schluss

Dieser Versuch, Dr. Vijaykars Konzepte über Miasmen aufzuzeigen geschah in der Hoffnung, Teile seiner Erkenntnisse hervorzuheben, die brillant und sehr nützlich für das Fallmanagement sind. Ich habe Konzepte ausgelassen, die er in seinen Büchern mit einbezogen hat, die aber nicht sehr relevant für die Klinik sind oder künftig weiterer Erläuterungen oder Modifikationen durch ihn bedürfen.

Wir alle könnten es vertragen, unsere chronischen Patienten mit einem tieferen Einblick miasmatisch zu bedienen! Wie ich vorher schon sagte, ein kleines bisschen eines eingehenden Studiums und Lernens ist ein muss für jeden Homöopathen, der erfolgreich klinische Heilungen erzielen möchte, all die Werkzeuge benutzend, die uns zur Verfügung stehen. Es trägt zu unserem Gefühl der Erfüllung in unserer Mission bei, Kranke zu heilen. Schreiben Sie mir Ihre Kommentare und Vorschläge.

Dr. Leela D ' Souza

http://www.homeopathy2health.com/

Bibliographie:

1. The Chronic Diseases, Samuel Hahnemann (Theoretical Part)
2. Organon of Medicine, Samuel Hahnemann
3. The Genius of Homeopathy, Stuart Close, MD
4. Dhawle's ICR Symposiums (Volume C), Mumbai
5. Theory of Suppression, Predictive Homeopathy Part I, Praful Vijaykar, LCEH
6. The End of Myasumtion of Miasms, Predictive Homeopathy Part III, Praful Vijaykar, LCEH
7. An Insight into Plants, Rajan Sankaran, LCEH