Hahnemanns fortgeschrittene Methoden Teil 9: Die Potenzwahl und die Gabe

Hahnemanns fortgeschrittene Methoden Teil 9: Die Potenzwahl und die Gabe

Author: 
David Little

Wann verwendet man niedrige Potenzen?

Niedrigere Potenzen, größere Wassermengen und kleine Gaben sollten in Fällen mit höherer Empfindlichkeit (700-1000), bei Allergien, chemischen Empfindlichkeiten, geschwächter Vitalität und hoch entwickelter Gewebspathologie verwendet werden. Vorsicht ist bei älteren Leuten geboten und wenn die Ausscheidungsorgane mit Toxinen überladen sind, da es dann normalerweise viel versteckt Pathologisches gibt.

Niedrige Potenzen können auch in Betracht gezogen werden, wenn die Symptome von gewöhnlicher Art sind, die Krankheit sich auf der physischen Ebene abspielt und es wenige charakteristische Zeichen gibt.

1. Bei Verwendung der Zentesimalskala sollte der Fall mit C 6, C 12, C 24 oder C 30, je nach Person, begonnen werden. Diese Fälle sprechen besser auf eine medizinische Lösung aus 1 Globulus in 180 bis 240 ml Flüssigkeit an. Die erste Testgabe sollte nur 1 bis 3 Mal verschüttelt werden und die Gabe in kleiner Menge verabreicht werden. Am besten verrührt man 1/2 bis 1 Teelöffel von der medizinischen Lösung in einem Verdünnungsglas mit 180 bis 240 ml Wasser. Aus diesem Dosierungsglas geben Sie dem Patienten 1/2 bis 1 Teelöffel des Mittels. Um die Wirkung eines Mittels zu modifizieren, sollte der Homöopath niedrigere Potenzen, kleinere Mengen des Mittels, nur einige Schüttelschläge und mehr Wasser als Pufferagens verwenden.

2. Wenn man die LM-Potenz an einem wirklich Überempfindlichen anwendet (700-1000), muss die Gabe sorgfältig so eingestellt werden, dass sie sanft wirkt. In einem solchen Fall sollte mit einer medizinischen Lösung der 0/1 Potenz in 180, 240 bis 350 ml Wasser begonnen werden. Die Arzneimittelflasche sollte nur 1 bis 3-mal verschüttelt werden und 1/2 bis 1 Teelöffel sollte in 180 ml Wasser eingerührt werden. Aus diesem Verdünnungsglas sollte 1 Teelöffel der medizinischen Lösung in ein zweites Verdünnungsglas mit 180 ml Wasser gerührt werden.

Aus diesem zweiten Verdünnungsglas verabreichen Sie dem Patienten einen 1/2 oder 1 Teelöffel als Gabe. Hahnemann erwähnte, bei extrem Überempfindlichen 2, 3, 4, 5, 6, serielle Verdünnungsgläser verwendet zu haben. Auf diese Weise können wir überreaktive Personen behandeln, die normalerweise sehr schwer mit Homöopathie zu heilen wären. Das Riechen von Arzneimitteln ist bei überempfindlichen Patienten eine gute Alternative zur oralen Aufnahme.

A.Um eine LM 0/1 an derselben Art von Person wenden zu können, die eine niedrige C 30-Potenz benötigen würde, muss der Homöopath die Gabe dementsprechend modifizieren. Die LM 0/1 ist eine viel tiefer wirkende Potenz als eine C 30. Ich habe viele Fälle mit C 30 begonnen und sie zur LM 0/1 gewechselt, sobald sie an Stärke und Stabilität gewannen und eine höhere Potenz zu brauchen schienen, um den Fall zu beenden. Wenn im Zweifel, wählen Sie immer die niedrigste Potenz und arbeiten Sie je nach Bedarf aufwärts.

Wann kann man höhere Potenzen verwenden?

Hohe Potenzen sind für jene mit niedrigerer Empfindlichkeit (1-300), einem verlangsamt reagierenden Nervensystem, für Patienten, die auf Stimuli nicht reagieren und die funktionelle Störungen statt fortgeschrittener Pathologien haben, geeignet. Sie sind nützlich, wenn die charakteristischen Symptome sich hauptsächlich auf der geistigen Ebene befinden und eine gute Vitalität vorliegt.

Ein anderes Kriterium ist, dass das Mittelbild gesichert ist, und es eindeutig definierte Merkmale gibt.

1. Wenn sie die zentesimale Skala benutzen, kann man diese Fälle mit relativ höheren Potenzen wie 1 M oder 10 M beginnen. Extrem hohe Potenzen (50 M, CM, MM) sind normalerweise für spezielle Umstände reserviert oder dafür, um einen Fall zum Abschluss zu bringen, nachdem die vorherigen Potenzen nicht mehr wirksam sind.

Die Lösung sollte in durchschnittlich 100 bis 120 ml Wasser zubereitet werden. Die Arzneimittelflasche sollte zwischen 8 und 12 Mal verschüttelt worden sein. Wenn Sie eine sehr hohe Potenz verwenden, kann es besser sein, mit einer geringeren Zahl an Schüttelschlägen wie 3 bis 5 Mal zu beginnen und wenn erforderlich, kann aufwärts gearbeitet werden.

Dem Patienten sollte 1 Teelöffel oder bei Bedarf mehr verabreicht werden. Die zentesimalen Mittel können direkt aus der Mittelflasche entnommen werden, aber in Fällen, in denen es die berechtigte Sorge um die Möglichkeit von Verschlimmerungen gibt, sollte ein Dosierungsglas vorbereitet und das Mittel noch weiter verdünnt werden.

2. Bei den LM-Potenzen kann der Patient mit LM 0/1, LM 0/2 und LM 0/3, je nach den variablen Faktoren des Falls, beginnen. Manche, die wirklich am unteren Ende der Skala liegen, können die LM 0/4, LM 0/5 und LM 0/6 als Eröffnungspotenz benötigen. Diese müssen als extrem hohe Potenzen betrachtet werden.

Wenn man die LM 0/1 oder die LM 0/2 verwendet, kann es sein, dass die Mittelflasche zwischen 8 und 12 mal verschüttelt wird, um die Potenz anzuheben. Wenn man mit LM 0/3, LM 0/4, LM 0/5 LM 0/6 beginnt, kann es das Beste sein, mit weniger Schüttelschlägen zu beginnen und nach Bedarf aufwärts zu arbeiten.

Wenn Sie die niedrigeren Potenzgrade verwenden, applizieren Sie mehr Schüttelschläge und wenn Sie die höheren Grade verwenden, applizieren Sie weniger Schüttelschläge. Die aus der Arzneimittelflasche entnommene Menge kann 1, oder mit ansteigender Menge, 2 oder 3 Teelöffel der Lösung sein, eingerührt in 120 ml Wasser in einem Verdünnungsglas. Der Patient sollte 1, oder ansteigend 2 oder 3 Teelöffel einnehmen, bis eine gute Wirkung eintritt.

Es ist am besten, mit 1 oder 2 Teelöffeln der in ein Glas eingerührten medizinischen Lösung zu beginnen und die Menge dann langsam zu steigern, bis Sie die Wirkung bekommen, die Sie wünschen. Dasselbe gilt für die Gabengröße aus dem Verdünnungsglas.

Wir beginnen normalerweise mit 1 Teelöffel und dann steigern wir die Menge auf 2 oder 3, bis die richtige Reaktion hervorgerufen wird. Bei niedrigeren Empfindlichkeiten verwendet der Homöopath relativ größere Mengen, höhere Potenzen, eine größere Anzahl von Schüttelschlägen und kleinere Mengen Wasser.

Wann kann man mittlere Potenzen verwenden?

Mittlere Potenzen passen zu Patienten mit einer durchschnittlichen Empfindlichkeit (400-700). Diese Personen zeigen ein Mittelmaß in den meisten Bereichen. Sie sind weder zu schwach noch zu empfindlich und haben funktionelle Krankheiten oder eine frühe Stufe der Gewebspathologie. Sie sollten eine gute Vitalität haben, und ihre Ausscheidungsorgane sollten gut funktionieren. Das Mittelbild sollte relativ klar und die Merkmale ziemlich deutlich sein.

Mittlere Potenzen arbeiten gut in Fällen, die die vitale und geistige Ebene befallen.

1. Wenn sie die zentesimalen Potenzen verwenden, können diese Fälle mit C 200 bis 1 M, je nach den Umständen, begonnen werden. Der durchschnittlich Empfindliche fährt am Besten mit einer medizinischen Lösung, zubereitet in 120 bis 180 ml mit 4 bis 8 Schüttelschlägen. Aus der Arzneimittelflasche entnimmt der Patient normalerweise 1 oder zunehmend mehr Teelöffel voll, bis die Heilreaktion eintritt.

A. die Methode ist grundsätzlich die Gleiche für die zentesimalen- und die LM-Potenzen, obwohl das Verdünnungsglas in der 1837er Auflage der Chronischen Krankheiten nicht erwähnt wurde. Man sah später, dass Hahnemann das Verdünnungsglas auch mit den zentesimalen Potenzen verwendete. Ich verwende das Verdünnungsglas bei jedem Fall, wenn ich denke, dass es besser ist, sicher zu gehen. Dies mäßigt die Wirkung der Mittel.

2. Wenn wir die LM-Potenzen bei durchschnittlicher Empfindlichkeit verwenden, beginnen wir den Fall normalerweise mit LM 0/1, LM 0/2 oder seltener mit LM 0/3, je nach den Umständen. Die Menge der Lösungen ist üblicherweise 120 bis 150 ml und die angewendete Anzahl von Schüttelschlägen ist 4 bis 8. Aus der Flasche werden 1 oder 2 Teelöffel in ein Verdünnungsglas mit 120 bis 150 ml gerührt, wovon der Patient 1 oder zunehmend mehr Teelöffel als Gabe einnimmt.

Dies gibt uns eine Grundvorstellung von der Beziehung zwischen der Empfindlichkeit, konstitutionellen Zuständen und der Posologie der zentesimalen- und der LM-Potenzen. Solche Ideen helfen uns bei der Auswahl der Potenz, der Gabe und der Wiederholung des Mittels.

Man kann in einer Person ein Gemisch von Zeichen finden, da all die betreffenden Faktoren auf ihre Art relativ sind. Ermitteln Sie den Durchschnitt der betreffenden Zeichen und schauen Sie, wohin die vorherrschenden Faktoren zeigen.

Man sollte sich immer auf der konservativen Seite bei der Potenzwahl und der Gabe irren, denn sie können, wenn erforderlich, immer gesteigert werden. Verschlimmerungen vergeuden Zeit, verlangsamen die Heilung für den Patienten und sind für ihn unangenehm.