Evidence Based Medicine auf der Grundlage von Krankenakten - V. Bönninghausens Artikel "Triduum homoeopathicum"

Evidence Based Medicine auf der Grundlage von Krankenakten - V. Bönninghausens Artikel "Triduum homoeopathicum"

Author: 
Luise Kunkle

In seinem Artikel "Triduum homoeopathicum" beschreibt v. Bönninghausen ein Projekt, von dem meines abgeschaut sein könnte - nur kannte ich den Artikel noch nicht, als ich das Projekt plante und teilweise umsetzte.

Die Geschichte geht so, dass ein junger Arzt, frisch von der Uni, von der Homöopathie nichts mehr wissen wollte, obgleich v. Bönninghausen ihn mit ihr von einem langwierigen allopathisch austherapierten Leiden befreit hatte. Als Grund gab er an, dass zu dem Zeitpunkt auf der Uni die Methoden, die Hahnemann und die anderen Homöopathen so lange angeprangert hatten, nicht mehr gelehrt würden. Der Widerstand gegen die Homöopathie sei jetzt

[..]daß alle Erzählungen,von glücklichen Erfolgen, welche die Homöopathen mittheilen, mit großer Sorgfalt ausgewählt sind, und daß eine weit größere Zahl verunglückter Curen, welche auf ihre Leistungen ein ungünstiges Licht werfen müssen, wohlbedächtig verheimlicht werden [..]

Das klingt ganz modern, und in meinem Projekt v. Bönninghausen habe ich ja darauf hingewiesen, dass diese Annahmen sicher nicht ganz von der Hand zu weisen sind, ja, dass ich sie gerade bei v. Bönninghausen bestätigt gefunden habe.

V. Bönninghausen überlegte, was er daran machen könnte und kam, ähnlich wie auch ich zu dem Schluss, dass eine Auswahl von Fällen nach dem Zufallsverfahren die beste Methode sei.

Ich füge unten als Grafik ein, was v. Bönninghausen in seinem Artikel dazu sagte: (der gesamte Artikel, "Triduum homoeopathicum" ist u. A. in v. Bönninghausen, Kleine Homöopathische Schriften, HSG Henning Gypser zu finden, außerdem in den verschiedenen Homöopathischen Softwares)

 

In dem Artikel finden sich dann die oben von v. Bönninghausen angekündigten Krankenakten.

Der Zweck meines Projektes ist folgender:

Ich habe die oben erwähnten Original Krankenakten, die als Manuskripte im Archiv des Instituts für die Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung vorhanden sind, noch nicht gelesen. Ich habe sie vor einigen Tagen angefordert, aber noch nicht erhalten.

Wenn ich sie bekomme, werde ich sie mit der oben angegebenen Veröffentlichung vergleichen. Wenn die Veröffentlichten Krankenakten genau mit den Originalen übereinstimmen, werde ich das, nachdem ich sie verglichen habe, zu diesem Artikel hinzufügen. Sie können dann als Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie dienen.

Wenn sie nicht übereinstimmen, werde ich die Unterschiede in einer Anfügung beschreiben.

Ich lege mich dazu jetzt fest, damit in keinem Fall der Vorwurf eines "publication bias" gemacht werden kann - d. h. in jedem Fall, unabhängig davon wie der Vergleich ausfällt, wird das Resultat hier veröffentlicht werden. Es kann dann jederzeit nachgeprüft werden.

2.08.2007

Luise Kunkle