David Little <-- Interviewt von Dr. Leela D'Souza

David Little <-- Interviewt von Dr. Leela D'Souza

Author: 
Leela D'Souza

Leela: David, wir sind hoch erfreut, dass sie auf unserer Folterbank Platz genommen haben!

Alle, die wir Sie kennen, bewundern Ihre Arbeit für die Homöopathie und viele haben durch ihre Teilnahme in Ihrem Kurs und durch Ihre Anleitung ein starkes Fundament für Ihre homöopathische Reise geschaffen. Erzählen Sie uns doch ein wenig über sich selbst und wie Sie die Homöopathie für Ihre Lebensmission gewählt haben.

David: Ich freue mich sehr auf der Folterbank zu sitzen, befinde ich mich doch in guter Gesellschaft! Ich bin ein Amerikaner, der 1948 geboren wurde, und meine Erziehung hatte nichts außergewöhnliches. Mit sehr frühem Alter sah ich über Indien und Yoga einen alten schwarz-weiß Dokumentarfilm im Fernsehen, und von da an hatte ich Interesse an vergleichender Religion und Philosophie gefunden. In den späten 60-ern wuchs in mir als jungem Mann das Interesse an Yoga und Gesundheit zu einer direkten Beteiligung an den Heilkünsten. Mein erster Lehrer war Manning von Strahl, der ein Meister der manuellen Therapien, Akupunktur, Homöopathie und Mesmerisieren war. Er lebte in den 30-ern in China und war in Kalifornien ein Anhänger von Paramhansa Yogananda.

Manning war das Zentrum der Gesundheits- und Bewusstseinsrevolution in den 50-ern und war ein naher Freund von Aldous Huxley. Um die Zeit herum, als ich ihn in den 60-ern traf, war er ein älterer Herr mit riesiger Erfahrung, und ich war ein junger Verrückter, der gerade erst begonnen hatte, seinen Weg zu gehen. Manning nahm mich als seinen Lehrling zu sich und lehrte mich in den Heilwissenschaften. Er war wirklich ein großer Mann und gegen Ende seines Lebens ein sehr mächtiger spiritueller Heiler der zuweilen Wunder vollbringen konnte. Ich verbrachte mehrere Jahre unter seiner Führung und ich verdanke ihm alles, was ich heute bin.

Leela: Sie müssen einige Erfahrungen gemacht haben, als Sie mit Manning verschiedene Heilmethoden verwendet haben. Ich versuchte zu googeln, um herauszufinden, ob es irgend weitere Informationen über ihn gibt, aber es fand sich nicht viel im Internet. So ist dies eine gute Gelegenheit, sie verfügbar zu haben. Die Tatsache, dass die Homöopathie in Amerika in den 60-ern wirkungsvoll praktiziert wurde, ist sehr interessant. Können Sie uns beschreiben, wie seine homöopathische Praxis aussah?

David: Manning Strahl praktizierte, bevor die Homöopathie in den USA wieder auflebte. Manning begann gleich nach dem 2. Weltkrieg zu praktizieren, nachdem er aus dem Armeedienst in Europa zurückkehrte. Als er seine Klinik in Los Angeles, Kalifornien, betrieb, war er so erfolgreich, dass die Tierärzte in seiner Nachbarschaft alle ihre schwierigsten Fälle zu ihm zur Behandlung brachten. Zu der Zeit, als ich Manning traf, war dieser im Halbruhestand. Er praktizierte die altmodische amerikanische Homöopathie, da dies vor der Zeit war, als Georgos Vithoulkas in die USA eingeladen wurde, und seine Studenten begannen die frühe Essenz- und Konstitutionsbewegung.

Diese Praktiker waren sehr gut darin, die Krankheiten zu behandeln, die sie zu Gesicht bekamen, und obwohl sie den Gemütssymptomen große Sorgfalt beimaßen, so überbetonten sie das Gemüt nicht, wie es viele moderne Praktiker tun. Ihre Wurzeln waren mehr die Medizin und sie praktizierten wie Hering, Lippe, Raue, Lilienthal, Kent und Boger. Sie arbeiteten mit Gemüts-, Allgemein- und besonderen Symptomen, und waren sehr gut in der Arbeit mit Schlüsselsymptomen, Roter-Faden-Symptomen und den goldenen Eigenschaften. Ich habe mich immer gefragt, wie es wohl gewesen wäre mit Manning zu studieren, wäre ich ein wenig älter und erfahrener gewesen. Er war so weit voraus, und ich war so was von einem Anfänger, dass ich nur zu einem geringen Prozentsatz seines Wissens Zugang fand. Nichtsdestoweniger öffnete er mir die Tür zu den Heilkünsten und lenkte mich auf den rechten Pfad. Ich bin ihm sehr dankbar.

Nachdem Manning in den frühen 70-ern verstorben war, zog ich nach Maui, Hawaii, wo ich versuchte das in die Praxis umzusetzen, was mir Manning beibrachte, und dann kam ich 1978 schließlich nach Indien um Yoga und Homöopathie zu studieren. Seit damals war Indien meine Heimat. Ich lebe mit Frau und Kindern in der weit nördlichen Region des Himalaja, in einem alten britischen Haus in etwa 8000 Fuß Höhe. Über die Jahre habe ich viele kostenlose Kliniken betrieben, aber während der letzten Jahre habe ich meine Praxis reduziert, da ich mich auf die Vollendung meines literarischen Vermächtnisses konzentrieren möchte, weil ich fühle, dass dies mehr Menschen nützlich sein wird. Nachdem dieses Projekt beendet ist, plane ich mein Leben neu zu überdenken und neue Gefilde zu betreten.

Leela: Die indische Spiritualität und Weltblick waren für viele Menschen eine Inspiration! Es erstaunt schon, wie die Homöopathie (europäischen Ursprungs) so eng damit verbunden werden konnte. Bitte teilen Sie mit uns noch ein wenig mehr, in wie weit Ihre Entscheidung, nach Indien zu kommen und hier zu leben, Ihre homöopathische Praxis und ihr Lebenswerk beeinflusst haben.

David: Indien hat, wie die meisten Länder, zwei Gesichter. Auf der einen Seite herrscht üppig der Aberglaube, Kasteismus und strenger Dogmatismus, und auf der anderen Seite herrschen sehr wissenschaftliche, offene und universelle Ansichten die über Einschränkungen hinausgehen. Ich finde, dass Yoga mehr eine Wissenschaft über das Leben als eine Religion ist, obwohl es Elemente von beidem beinhaltet. Yoga hängt mehr von persönlichen Erfahrungen ab als von Glaubenssystemen, weil es direkt mit den Lebenskräften arbeitet, die ein menschliches Wesen ausmachen. Man kann jeglicher Religion, Klasse oder Rasse angehören und dennoch Yoga praktizieren. Indien hat die Lebenskraft in einer Weise seit Jahrtausenden studiert, wie sie in Europa und Amerika unbekannt ist. Dass ein Europäer namens Samuel Hahnemann ein System der Medizin entwickelte, das mit der Lebenskraft arbeitet, wurde von den Südasiaten gerne angenommen.

Leela: Ja, wir hier in Indien haben die grundlegenden Methoden der Yogatherapie für Menschen aller Religionen als hilfreich beobachtet. In welcher Weise haben die Inder nach Ihren Beobachtungen die "Lebenskraft" gründlicher studiert? Was würden Sie jemandem raten, der Yoga in seiner homöopathischen Behandlung zu Hilfe nehmen möchte?

David: In Bezug auf medizinische Kräfte auf die Lebenskraft hat niemand so intensiv auf das Thema geachtet wie Samuel Hahnemann. Seine Studien über primäre und sekundäre Wirkungen, Begleitsymptome und antagonistische Gegenwirkungen der Lebenskraft ist beispiellos. Sein Verständnis, wie die Natur mit Ähnlichkeiten heilt und wie unähnliche Krankheiten Krankheitsschichten in der Lebenskraft bilden können, ist einzigartig. Er leistete auch für das Verständnis, wie sich Medikamente auf das Gemüt und den Geist auswirken, Außerordentliches. In Indien oder China findet man keine so detaillierten Informationen zur Arzneimittelwirkung auf die Lebenskraft.

Wo Indien und China herausragen, ist in der detaillierten Kenntnis von den Zentren und Kanälen der Lebenskraft und wie sie sich mit den verschiedenen Ebenen des Bewusstseins verbindet. Hahnemann lehrte uns, dass die Lebenskraft instinktiv, automatisch und unintelligent wäre, und ebenso ein Problem, als auch eine Hilfe im Krankheitsprozess sei. Auf einer Ebene trifft dies zu. Nichtsdestoweniger entdeckten die Orientalen, wie man die Kraft der instinktiven Lebenskraft nutzt, und wie man sie unter die Kontrolle des bewussten Geistes bringt. Sie lernten, wie man die autonomen Vorgänge der Lebenskraft durch die Kräfte des Bewusstseins und der Atmung kontrolliert. Dies öffnet die Tür die instinktive Lebenskraft von einer unbewussten, unintelligenten Energie in eine bewusste geistige Kraft, vom Verständnis geführt, umzuwandeln.

Obwohl die Mesmers des Westen, wie Hahnemann, es verstanden, wie man die Lebenskraft durch die Willenskraft ausgleicht und überträgt, so haben sie diese Energie nicht in einem völlig spirituellen Weg zur Erlangung eines höheren Bewusstseins in sich selbst angewendet. Dies ist es, was der Orient dem Okzident anzubieten hat. Hahnemann lehrte, dass eine philosophische Haltung, eine ausgeglichene Ernährung, richtige Atmung und Körperertüchtigung für den Heilungsprozess und der Gesunderhaltung sehr wichtig sind. Seine persönlichen Briefe an seine Patienten sind voll mit solchen Ratschlägen.

Yoga ist eine sehr fortgeschrittene Lebenswissenschaft, die alle diese Themen auf eine sehr effektive Art lehrt, welche die Logik und die Intuition vereinigt. Yoga kann von jedem als Lebenseinstellung praktiziert werden, ungeachtet der persönlichen Religion oder des kulturellen Hintergrundes, in welcher man aufgewachsen ist.

Leela: Ja, unsere Professoren befürworteten die Yogatherapie während der homöopathischen Behandlung. Deshalb raten wir unseren Patienten, die dafür offen sind, die Gelegenheiten in ihrer Nähe zu nutzen, um wenigstens die verschiedenen Entspannungs- und Meditationstechniken zu erlernen. Ich sehe, dass die meisten Leute davon profitieren.

Erzählen Sie uns von Ihren frühen Erfahrungen im Praktizieren der Homöopathie.

David: Ursprünglich wurde ich in der Tradition von James Kent und der amerikanischen Homöopathie ausgebildet und im Westen traf ich Absprachen für 1- bis 2-stündige Termine unter vier Augen. Als ich nach Indien kam, änderte sich dies auf drastische Art und Weise! Zu jener Zeit lag mein Schwerpunkt in der Fallaufnahme eher in der Psychologie als in der körperlichen Krankheit, denn in den USA litten viele meiner Patienten an emotionalen Problemen, die mit Dysfunktionen in Verbindung standen. Ich wendete hohe C-Potenzen als trockene Einzeldosen an und wartete und achtete auf einen Rückfall der Symptome, bevor ich über eine Wiederholung nachdachte. In jenen Jahren war alles recht dramatisch. Die Heilungen waren dramatisch. Die Verschlimmerungen waren dramatisch. Die Erfolge waren dramatisch und die Misserfolge waren dramatisch. ZU dramatisch! Ich wurde dazu gebracht zu glauben, dass in vielen Fällen der Gedanke "kein Schmerz - kein Gewinn" (no pain - no gain) war. Ich erinnere mich, wie ich Patienten erzählte, dass Verschlimmerungen ein gutes Anzeichen seien, aber ich fühlte mich bei diesen Gedanken nie wohl dabei.

Leela: Ahh, dies erinnert mich gut an meine eigenen ersten homöopathischen Tage. Meine erste Erfahrung mit homöopathischer Verschlimmerung war mit meinem eigenen, sehr empfindlichen Vater, der nach 2 Gaben Bryonia C200 schlimm verschlechterte. Er litt Qualen, die ich wegen meiner Unwissenheit nicht ernst nahm! Erst, nachdem ihm Nux vomica 30 verabreicht wurde (welches dankbarerweise innerhalb weniger Minuten antidotierte), erkannte ich, welche Qualen er durchmachte. Ich war wirklich erschüttert, dass diese 2 Gaben ihm so starke Schmerzen bereiten konnten. Seit damals habe ich dieses äußerst unangenehme Gefühl, wenn jemand Verschlimmerungen durchmacht, vor allem die Empfindlichen.

Also, Sie sagten ...

David: Als ich das erste Mal nach Indien kam, erinnere ich mich, wie ich ein paar Patienten erfolgreich behandelte und plötzlich erschienen morgens lange Schlangen von Patienten. Wie wollte ich all diese Menschen behandeln? Ich war daran gewöhnt, täglich 4 oder 5 Patienten zu haben, nicht 15 oder 20. Zur gleichen Zeit hatte ich die virulentesten Miasmen und die chronischsten degenerativen Erkrankungen, die ich je gesehen hatte, zu behandeln. Dies war das erste Mal, dass ich Typhus behandelte, Malaria oder Tuberkulose, und solche, die dem Tode nahe waren. Im Westen sind die am ernsthaftesten Erkrankten in den Krankenhäusern unter der Fürsorge allopathischer Ärzte, aber in Indien, da standen sie alle auf meiner Frontveranda! Ich realisierte es sofort, dass die Methoden, die ich anwendete, für diese Fälle unter diesen Umständen nicht angemessen waren.

Leela: Ist das nicht aufregend zu erkennen? Dass die Homöopathie eine Medizin mit "Biss" ist? Es fasziniert mich, wie sanft wir selbst ernsthafte Krankheitszustände mit Homöopathie heilen können. Obwohl, es bedarf auch einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen und Mut zusammen mit einem guten Background an Gelerntem und Erfahrung. Aber das ist es wert! Vor allem, wenn man engagierte Unterstützung und ein Teamwork hat.

David: Richtig, also ich wusste, ich muss etwas ändern, und ich musste es schnell tun. Mir wurde es bewusst, dass die Krankheiten die ich sah, und die Zustände, in denen ich sie sah, denen sehr ähnlich waren, wie sie Hahnemann, Boenninghausen und Hering im 19. Jahrhundert erlebt haben. Aus diesem Grund entschloss ich mich, dass es für mich das Beste sei, meine Studien ganz von vorn wieder zu beginnen und zu den Grundlagen zurückzukehren. Dies brachte mich natürlich wieder zurück zum Organon und den Chronischen Krankheiten, wie es mich auch mit Hahnemanns Kleinen Schriften bekannt machte. Zur gleichen Zeit begann ich moderne Pathologiebücher zu studieren, sodass ich die Natur der Krankheiten verstehen konnte, die ich nun sah.

Ich dachte, am Besten kehre ich zu einem "Anfängergemüt" zurück, aber mit dem Vorteil meiner jahrelangen Erfahrung. Ich wusste, ich musste mich neuen Möglichkeiten, als auch alten kleinen bekannten Realitäten öffnen. Ich begann, Tag und Nacht das Repertorium und die Materia medica zu studieren, sodass ich genau wusste, wo ich Informationen zu den 300 bestgeprüften Mitteln fand. Mehr Wissen war der einzige Weg, wie ich so viele Patienten an einem Tag behandeln konnte. Ich musste das ähnlichste Mittel viel schneller herausfinden können als in der Vergangenheit.

Leela: Wo haben Sie die indische Art der homöopathischen Praxis aus erster Hand erfahren?

David: Ich entschloss mich, am Besten das Land zu bereisen, um zu sehen, wie indische Praktiker unter einem solchen Patientenaufkommen arbeiteten, und eine solche Breite an akuten und chronischen Beschwerden behandelten. Zu dieser Zeit studierte ich unter einem Doktor Isaac, der Leiter eines homöopathischen Colleges und Hospitals in Kerala, Süd Indien, war. Ich war äußerst gespannt darauf, ein komplettes homöopathisches Hospital und eine Ambulanzklinik in Betrieb zu sehen. Ich wusste, dass es homöopathische Hospitäler in den USA gab, aber diese hatten bereits wieder geschlossen, bevor ich geboren wurde. Während der ersten Tage in der Ambulanzklinik erlitt ich einen ernsten Kulturschock, als ich Dr. Isaac und seine Studenten ungefähr 100 Patienten behandeln sah, um am Nachmittag die Krankenhausrunden zu drehen.

Leela: Unsere Leser möchten gerne mehr darüber erfahren, was Sie als 'Kulturschock' in Ihren indischen Erfahrungen bezeichnen.

David: Dr. Isaac saß gewöhnlich ohne Repertorium oder Materia medica an seinem Schreibtisch, mit einer langen Schlange von Patienten vor sich, und ein paar wenigen Stühlen um seinen Tisch herum. Er schätzte die Patienten in der Schlange kurz ein, verschrieb ein Mittel und sagte "Nächster". Gelegentlich zog er eine Person aus der Reihe heraus und ließ sie neben sich Platz nehmen, damit er sie weiter befragen konnte, während er gleichzeitig Fragen an jene vor ihm in der Reihe stellte. Es war offensichtlich, dass dies Fälle waren, die er sich näher betrachten wollte. Manchmal griff er in seine Schublade und zog ein altes, übel zugerichtetes Exemplar von Kents Repertorium heraus, um ein paar Rubriken nachzuschauen. Sobald er zufrieden war, schrieb er die Verschreibung nieder und entließ den Patienten.

Auf diese Weise saß er vor einer langen Schlange vorbeiziehender Patienten und 3 oder 4 Personen, die auf den Stühlen um ihn herumsaßen. Ab und zu wies er die Krankenschwester an, einen bestimmten Patienten in der Krankenstation aufzunehmen. Auf diese Weise untersuchte er mehrere Fälle gleichzeitig. Sowie ich mich in der Masse leidender Patienten, die um Hilfe ersuchten, umschaute, wunderte ich mich, wie jemand so viele Fälle effektiv behandeln konnte. Ich brauchte gewöhnlich 1 bis 1-1/2 Stunden für eine Erstanamnese und nun wurde von mir erwartet, innerhalb von 10 Minuten zu verschreiben!

Eines Morgens schaute sich Dr. Isaac einen Patienten an, stellte ihm ein paar Fragen und schrieb dann Calcarea auf. Ich sagte: "Warum geben sie ihm Calcarea?" Er sagte mir, ich solle mir den Patienten auf die Seite nehmen und ihn näher befragen, um selbst darauf zu kommen. Ich nahm den Patienten zur Seite und begann ihn zu befragen. In kürzester Zeit kamen Symptome wie schwitzender kalter Kopf, Kälte an manchen Stellen, Vorliebe für Eier und Fleisch, Verlangen nach Frischluft, Angst davor, andere würden die Verschlechterung seines Zustandes bemerken, usw. Ich war ziemlich überrascht und ging zurück zu Dr. Isaac und fragte ihn, "Woher wussten sie das?"

Dr. Isaac schaute mich mit einem Funkeln in seinen Augen an und sagte, dass nach 40 Jahren, die er an diesem Schreibtisch sitze, "Patienten nicht mehr nur Leute waren, die in der Schlange stehen. Sie waren Mittel, die darauf warteten, verabreicht zu werden!" Ich beschloss, die Folgeanamnesen für seine neuen Fälle durchzuführen, um zu sehen, wie gut es diesen Patienten mit den Mitteln erging, die so schnell gewählt wurden. Zu meiner großen Überraschung reagierten die meisten Patienten ziemlich gut auf die Erstverschreibung. Jene, denen es nicht gut ging, wurden aus der Reihe in der Ambulanzklinik herausgenommen und auf die Stühle neben Dr. Isaac gesetzt. Nun nahm er ihre Fälle sorgfältiger auf und gab, wenn nötig, eine Zweitverschreibung. Auf diese Weise heilte Dr. Isaac 10 000e von Patienten, die von weit her angereist kamen, um ihn zu sehen.

Leela: Dies muss seine ehrenamtliche (kostenlose) Arbeit in dem staatlichen Hospital gewesen sein, richtig? Hat er auch privat praktiziert?

David: An den Wochenenden betrieb Dr. Isaak auch eine private Praxis in seinem Haus. Dort war das Patientenaufkommen viel geringer und wir hatten mehr Zeit, jeden Patienten zu untersuchen. Er behandelte eine ganze Anzahl mongoloider Kinder und erzielte hervorragende Resultate! Ich untersuchte jugendliche Teenager die nicht einmal wie Mongoloide aussahen. Wenn man sehr sehr genau hinsah, konnte man bestimmte körperliche Anzeichen wie hohe Wangenknochen und mongoloide Augenlider erkennen, aber sonst nichts. Sie waren alle sehr gut in der Schule und wurden von den Anderen als absolut normal angesehen. Diese Patienten waren seit ihrer Kindheit seine Patienten.

Leela: Wie interessant! Mongoloide Kinder, die ein fast normales Leben führen! Das ist genau das, über was ich vorher mit einem Kollegen gesprochen habe. In Indien wurde niemals eine klar verständliche Dokumentation über die Behandlung dieser Art von (unheilbaren) Krankheiten verfasst, die für den heutigen Junghomöopathen eine zuverlässige Referenz darstellen könnte. Wie erklärte Dr. Isaac diese Verbesserung?

David: Er erzählte mir, dass der Schlüssel darin liegt, die Behandlung dann zu beginnen, wenn sie noch kleine Kinder sind, und dass man während der frühen Wachstumsjahre und der Pubertät bei ihnen bleibt. Wenn dies getan wird, dann würden sie ein normales Leben führen. Jene, die später in ihrem Leben kämen, zeigten eine deutliche, aber weniger dramatische Besserung. Ich schaute mir die Aufzeichnungen dieser Fälle an und fand keine merkwürdigen Tricks oder ungewöhnlichen Mittel. Die meisten Fälle wurden mit Mitteln wie Baryta carbonica, Baryta muriaticum, Calcarea, Bufo, Phosphorus, Natrium muriaticum, Medorrhinum, Syphilinum, usw. behandelt. Die Hauptlehre, die ich von Dr. Isaac erhielt, war, die Hauptcharakteristiken der 300 bestgeprüften Mittel sehr intensiv zu lernen. Auf diese Weise kann man selbst unter der größten Patientenbelastung unter schlechtesten Voraussetzungen gute Arbeit leisten.

Heute, 25 Jahre später, verstehe ich, was Dr. Isaac versucht hat, mir beizubringen. Heute kann ich, wenn nötig, unter den schlechtesten Bedingungen mit einer großen Anzahl von Patienten arbeiten. Ich habe mit meinen Assistenten bis zu 50 Patienten täglich behandelt. Manchmal finde ich kaum Zeit im Repertorium oder der Materia medica nachzuschlagen und muss mich alleine auf meine innere Erfahrung verlassen. Ich leiste unter diesen fordernden Umständen nicht meine beste Arbeit, aber ich kann gute Arbeit leisten, weil ich die Grundlagen der Materia medica sehr gut gelernt habe.

Leela: Wir wurden auf dem Medizin-College ständig daran erinnert, die Materia medica der am gängigsten angezeigten Mittel während unseres beruflichen Wirkens täglich zu lesen und wieder zu lesen. Es sei der einzige Weg, ein effizienter Homöopath zu sein.

Heute gibt es Computer-Software, die uns die Arbeit erleichtert. Wir verlassen uns weniger auf diese 'innere Erfahrung'. Ich denke, als Homöopathen sollte es ein Ziel für unsere homöopathische Entwicklung sein, dieses Vertrauen auf unsere innere Erfahrung, die auf eine solide, faktische Materia medica beruht, zu erreichen, indem wir die Mittel und ihre symptomatischen Ausdrucksformen verstehen.

David: Der Computer ist ein Segen. Er erlaubt es dem Homöopathen, sehr schnell und leicht auf eine große Menge an Daten zugreifen und diese beurteilen zu können. Das digitale Medium ist bestens für ein System mit großen Daten wie die Homöopathie geeignet. Ich erinnere mich der alten Tage, als man auf Formblätter für die Repertorisierung angewiesen war, um den numerischen Wert einer Rubrik zu beurteilen. Vieles in unserer Praxis hing von unserem Studium der Materia medica und wie gut wir die führenden 300 Mittel erkannten, ab. Wir mussten uns darauf konzentrieren, die goldenen Charakteristika der Mittel und wie man sie in ihren verschiedenen Formen in den Patienten beobachtet, zu lernen. Das Repertorium wurde häufiger dazu benutzt, ein paar wichtige Symptome zu bestätigen, als unseren ganzen Fall darauf zu begründen.

Leela: Ja, viele unserer Professoren kannten die Materia medica wie ihren Handrücken! Sie konnten ihnen sagen, auf welcher Seite bei Lippe oder Boericke für ein bestimmtes charakteristisches Symptom eines Mittels nachzuschlagen ist! "Schauen sie auf Seite 352 nach, in der rechten oberen Ecke, 6. Zeile ..."

David: Heute mit einem Computer ist es viel einfacher, kleine Mittel zu finden, die man übersehen hätte, müsste man so viele Informationen manuell durchforsten. Nichtsdestoweniger ist das alte Computermaxim "Müll rein - Müll raus" nie zutreffender gewesen. Man muss sehr vorsichtig damit sein, den charakteristischen Wert der von ihnen ausgewählten Symptome zu beurteilen, damit die Symptome die sie sammeln, einer hohen Qualität entsprechen. Es ist viel besser, eine kleinere Anzahl Rubriken von hoher Qualität zu verwenden, als eine größere Anzahl von schlechter Qualität im Sinne einer falschen Totalität zu sammeln.

Es ist so einfach, 10 oder 15 Symptome von schlechter Qualität zu verwenden, um dann auf unwahre Antworten zu kommen. Man muss sehr vorsichtig darin sein, den charakteristischen Wert der gewählten Symptome zu beurteilen, damit die gesammelten Symptome von hoher Qualität sind.

Viele Homöopathen vergessen, wie wichtig das tägliche Studium der Materia medica ist. Da gibt es eine Tendenz zu denken, die Fallaufnahme sei nur ein sammeln und sortieren elektronischer Informationen, anstelle der Anwendung der erfahrenen Materia medica an unseren Patienten. Man muss sich merken, dass die Symptome der Materia medica, die im Repertorium gefunden werden, getrennt, redaktionell bearbeitet und umverteilt wurden. Die ursprünglichen Bilder und ihre kompletten Symptome mit Örtlichkeit, Empfindungen, Modifizierungen und Begleiterscheinungen wurden für ein einfacheres indexieren auseinander gerissen.

Leela: Was ist Ihr Rat für den Umgang mit dieser neuen "elektronischen" Situation für die Fallaufnahme und -analyse?

David: Man muss sich daran erinnern, die Symptomensegmente, so wie sie im Repertorium vorgefunden werden, sorgfältig wieder so zusammenzusetzen, wie sie in der Materia medica vorgefunden werden. Wenn diese Rekonstruktion nicht auf sorgfältige Art und Weise durchgeführt wird, dann werden die Rubriken fragmentiert. Dann repräsentieren sie nicht mehr die Prüfungsdaten oder die Symptome, die man von den behandelten Patienten gesammelt hat. Man endet damit, allgemeine Symptomensegmente zu verwenden, denen es an Geschlossenheit und Zusammenhang mangelt. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig zu verstehen, womit die Symptome in der Materia medica präsentiert werden und dass man sich nicht allzu sehr auf das (Computer)Repertorium alleine verlässt.

Wenn man das Computerrepertorium verwendet, besteht die Gefahr, in einer senkrechten Weise zu denken, wo dann ein Symptom über dem anderen steht. Man muss ebenso in horizontaler Weise denken, indem man beobachtet, wie sich die Symptomensegmente zusammensetzen, um sich ein vollständiges Bild mit Örtlichkeiten, Empfindungen, Modifikationen und Begleiterscheinungen zu machen. Das Repertorium sollte so verwendet werden, dass man vollständige charakteristische Symptome konstruiert, die eine Balance ihrer Zusammenhänge aufzeigen. Ansonsten endet es in einer Fragmentierung, ohne dass die notwendige Integration der essenziellen Gestalt der Krankheit, so wie sie in der Materia medica vorgefunden wird, wieder gespiegelt wird.

Leela: Was Sie sagen ist, dass diese unterschiedlichen Vorlagen komplementär und relativ für die Mittelwahl sind, da wir das Symptomenbild mit dem Bild aus der Materia medica in Beziehung setzen?

David: Ja. Die Materia medica basiert auf das Sammeln von Datenbits, die für einen Gesamtüberblick zu vollständige Bilder zusammengesetzt werden. Das Repertorium basiert auf das Auseinanderbrechen vollständiger Bilder in Segmente und teilt diese für ein einfaches indexieren wieder in Datenbits auf. Wenn diese funktionellen Gegensätze gemeinsam verwendet werden, dann sorgen sie für den Zugang zu den Symptomen sowohl in Segmenten, als auch als Gesamtschema. Auf diese Weise kann man auf zwei Arten den Fall bearbeiten, d. h. vom Ganzen zu seinen Teilen, wie auch von den Teilen zum Ganzen. Dies bildet das komplette System für den Abruf homöopathischer Informationen. Man muss den Gebrauch des Repertoriums und der Materia medica in der Weise ausgeglichen gestalten, dass diese ein größeres Ganzes darstellen.

Leela: Bis dieser Gedanke richtig verstanden wurde, sollte man Vorsicht darin üben, Computersoftware für die Fallanalyse zu verwenden.

David: Ja, eine der Hauptgefahren der modernen Zeit liegt darin, vollständig "computerabhängig" zu werden. Da gibt es einige Praktiker, die einen Fall nicht einmal ohne ihren Computer aufnehmen können! Wenn sie diese aus der Behaglichkeit ihres Büros und den 1 bis 2 stündigen Terminen herausholen und sie in eine Durchgangsklinik mit einer größeren Anzahl von Patienten stecken, dann wissen sie nicht mehr, was sie tun sollen. Das Problem ist, dass sie die wichtigen Allgemeinsymptome, Schlüsselsymptome und die Roter-Faden-Charakteristika der bestgeprüften 200-300 Mittel nicht wirklich sehr gut kennen. Sie haben diese grundlegenden Mittel nicht 'in ihr Herz' aufgenommen, sind sie doch mehr daran gewöhnt, auf einen Computerbildschirm zu schauen als auf lebendige Patienten.

Manche Personen fühlen sich entfremdet, wenn ein Homöopath die meiste Zeit eher auf den Computer schaut als auf den Patienten. Ich hatte einmal jemanden der mir sagte, "Wie kann er denn wissen, was mir fehlt, wenn er mich nicht einmal berührt und die ganze Zeit nur auf seinen Computer geschaut hat". Wenn man nicht sorgfältig darauf bedacht ist, eine Bindung mit dem Patienten aufzunehmen, dann kann der Computer sich zwischen den Praktiker und Patienten stellen. Die alten Homöopathen waren "praktische" Praktiker, die ihre Patienten körperlich untersuchten. Dies ist nicht nur für das Sammeln von Symptomen von Bedeutung, sondern birgt auch das Element des menschlichen Kontaktes, der Berührung und des Einfühlungsvermögens in sich. Man muss sich daran erinnern, dass man den Patienten während der Fallaufnahme anschauen und berühren muss und nicht den Computer von sich Besitz ergreifen lässt.

In Wahrheit liegt es nicht am Computer. Es liegt an unserem Bildungssystem. Der Computer ist nichts anderes als das digitale Abbild unserer Bücher in einem leicht zugänglichen Format. Die alten Homöopathen fragten sich die ganze Zeit gegenseitig über charakteristische Symptome in der Materia medica aus. Ob sie nun in der Klinik, aus zum Abendessen oder bei einem Theaterstück waren, sie befragten sich ständig über die Mittel, die sich um sie herum wieder spiegelten. Sie liebten es über unsere Mittel Witze, Lieder und Gedichte zu machen.  Ihnen machte es Spaß, sonderbare, seltene und seltsame Symptome und ihre Begleiterscheinungen zu finden, was andere erst noch zu verdauen hatten. Man musste ständig darauf gefasst sein, das Mittel erraten zu müssen, das einem ein Kollege mit ein paar wenigen merkwürdigen Symptomen präsentierte. Das hielt jeden ständig auf Trab, bis die Bilder der Materia medica lebendig wurden und nicht mehr nur schwarz-weiß geschriebene Wörter in Büchern waren. Diese Bilder wurden in den Menschen, Plätzen und Umständen des täglichen Lebens lebendig, und die Mittel wurden zu lebendigen Menschen, die um sie herum lebten.

Die Arbeit in Asien hat mich gelehrt, dass die Homöopathie kein exklusives medizinisches System von einer in die Länge gezogenen Angelegenheit sein muss, das hunderte von Dollar kostet. In den Händen von erfahrenen Praktikern kann die Homöopathie auch die Medizin für den gewöhnlichen Menschen auf der Straße sein, wie auch der Armen und Geknechteten. Anders, als es heute aussieht, würde ich es liebend gerne sehen, dass die Homöopathie  im Westen für jene, die es sich nicht leisten können, einen Homöopathen aufzusuchen, ohne weiteres zugänglich wäre. Dies könnte erreicht werden, wenn jeder ein wenig von seiner Zeit in selbstlosen Dienst stellen würde.

Leela: In Indien ist es für jeden praktizierenden Arzt ein Leitmotiv, einen Teil seiner Dienste kostenlos anzubieten (ich denke es ist Teil des Hippokratischen Eides). Ich glaube, von Homöopathen wird erwartet, dass sie dies in einem größeren Maßstab tun. Besonders in Indien sind homöopathische Mittel billig; es ist die Medizin der Armen.

Sie erwähnten einmal, dass Ihre Söhne Ihnen bei Ihrer klinischen Arbeit helfen. Welche Rolle spielte Ihre Familie in Ihrer homöopathischen Praxis?

David: Ich traf meine Frau Jill 1978 in Indien. Sie ist Britin und reiste auf dem Landweg durch die Türkei, Iran, Afghanistan und Pakistan, bevor sie bei Amritsar in Punjab nach Nordindien einreiste. Sie hat mir immer bei meiner Arbeit geholfen. Wir haben drei Kinder, zwei Söhne (24 und 21) und eine Tochter (11). Unsere zwei Söhne wuchsen perfekt Hindi sprechend auf und wirkten von jungem Alter an als Übersetzer in der Klinik mit. Sie verstehen die Dialekte der Bergregionen genauso gut wie reines Hindi und sie sind gute Linguisten. Während der kostenlosen Kliniktage arbeitete ein Sohn zusammen mit meiner Frau, und sie empfingen die Patienten, und der Andere blieb bei mir und wirkte als Apotheker mit und erklärte die Einnahme der Mittel.

Meine Frau und mein ältester Sohn beginnen mit der Fallgeschichte und mein jüngster Sohn bereitete die Mittel zu. Mit diesem Vier-Personen-Team begegneten wir den Massen viele Jahre lang, Tag für Tag. Was ich tat, hätte ich ohne meine Familie nie schaffen können. Meine Tochter ist in den Wissenschaften hervorragend und sie hat für ihr Alter ein tolles Wissen über Anatomie und Physiologie. Sie hat bereits ein gutes Verständnis dafür, wie die Homöopathie funktioniert. Meine Kinder haben von klein auf Patienten kommen und gehen sehen. Dies war die erste Phase ihrer Ausbildung. Später arbeiteten sie in der Klinik an meiner Seite. Was sie in der Zukunft tun werden, wird ihre eigene Entscheidung sein, aber sie werden es immer wissen, wie sie für sich, ihre Familien und die um sich herum sorgen können.

 

Leela: Dies ist für ihre Kinder eine wundervolle und perfekte Einführung in die Homöopathie! Dies ist es, was gute Homöopathen für die Zukunft ausmacht. Ein lebendiges homöopathisches Vermächtnis.

David: Während der letzten Jahre bin ich in ein neues Gebiet umgezogen und habe die Zahl der Patienten reduziert, damit ich meine geschriebenen Werke vollenden kann. Jetzt arbeitet das gleiche Team daran, meine literarischen Projekte zu vervollständigen, die ein 6-bändiges Lehrbuch der Homöopathie einschließen. Mein ältester Sohn, David jr., übernimmt den Haushalt und die geschäftlichen Angelegenheiten und hilft auch in der Aufnahme von Fällen. Mein jüngerer Sohn, Adam, bedient die Computer und ist sowohl für das Buchprojekt verantwortlich, als auch bei den Fällen behilflich. Beide Söhne haben sowohl gute Kenntnisse über die Homöopathie als auch über weitere Aspekte der Heilkünste. Meine Frau wirkt als Editor und steht dem Lektorenteam usw. vor. Nochmals, es ist eine Familienangelegenheit.

Leela: Ja, ist das nicht großartig? Ich betrachte es wahrlich als einen Segen Gottes, dass Sie Ihre Familie für Ihre Arbeit mit der Homöopathie verpflichtet haben. Ich kann mir vorstellen, wie erfüllend es ist, in unterstützender Partnerschaft mit denen zu arbeiten, die eine ähnliche Denkweise in Homöopathie haben.

Können Sie uns etwas mehr über Ihr Buch verraten?

David: Ich hoffe, dass mein Werk Das Homöopathische Kompendium, Bände 1-6, nächstes Jahr verfügbar sein wird. Es hat mich zwölf Jahre gekostet, dieses Material zusammenzustellen, und unser ganzes Team arbeitete während der letzten fünf Jahre daran. Ich bin für mein Material zurück zu den Quellen gegangen und habe Vieles aus den Daten gezogen, die in den Pariser Fallsammlungen gefunden werden, um die unterschiedlichen Methodiken von Hahnemann aufzuzeigen. Ich habe mein Bestes getan, um dieses Material für die Praxis der heutigen Zeit zu aktualisieren. Bände 1 und 2 beinhalten Geschichte, Philosophie, Fallaufnahme, Dosierungslehre und Fallbehandlung, und sie lehren die klinischen Methoden Hahnemanns, Boenninghausens, Herings, Jahrs, Kents und Bogers. Diese Bände decken alle Bereiche ab, die im Organon aufgeworfen werden.

Bände 3 und 4 bieten die größte Studie an, die je über chronische Miasmen durchgeführt wurde, und sie verschaffen einen Überblick sowohl über weniger bekannte Gebiete, die in der klassischen Literatur gefunden werden, als auch über neue Daten, die zuvor noch nicht veröffentlicht worden waren. In diesem Werk greife ich das Thema über alte und neue Miasmen erneut auf und sage voraus, was in der Zukunft noch kommen wird. Diese Bände decken alle Gebiete aus den Chronischen Krankheiten ab.

Leela: Das ist etwas, was wir sicherlich benötigen!

David: Bände 5 und 6 sind eine Studie sowohl über Konstitution und Veranlagung, als auch über Psychologie und Metaphysik. Band 5, Konstitution, Veranlagung und Pläne des Bewusstseins, ist ein vollständig illustriertes Werk, das als Lehrbuch der Psychologie und Homöopathie dient. Dieser Band gibt eine Übersicht der historischen Lehren, wie sie sowohl in der Mappa Mundi und den griechischen Klassikern, als auch in der traditionellen Psychologie nach Freud, Reich und Jung gefunden wird.

 

Leela: Nun, dies ist etwas, worüber ich sehr wenig Bescheid weiß, obwohl ich Jung mit großem Interesse gelesen habe. Ich denke, er hat die beste Auffassung bezüglich der Psychologie und der Behandlung eines psychologischen Falles, als jede andere Schule der Psychologie heutzutage. Er machte auch einige interessante Beobachtungen über Synchronizität.

David: Einer der Gründe, weshalb die Jungsche Psychologie so gut mit der Homöopathie übereinstimmt, ist der, dass sie Wurzeln in den gleichen Schulen der Philosophie haben. Jung basierte sein Werk auf die griechischen Klassiker, den Arbeiten von Kant, Swedenborg, Schopenhauer, Nietzsche und Goethe, wie auch auf die besten der orientalischen Traditionen. Seine Präsentation der fünffachen menschlichen Psyche und dem Selbst ist von Indien stark beeinflusst worden. Jungs Begriff des "Selbst" als das, was die individuelle Selbstfindung initiiert, basiert auf den Vedanta-Lehren über das Atman. Sein Werk ist ein Versuch, sowohl das Beste des Okzidents mit dem Besten des Orients zu verschmelzen, als auch das Beste der alten Welt mit dem der Neuen.

Jung führte viele Konzepte in die moderne Sprache ein, einschließlich der Begriffe introvertiert und extrovertiert, des kollektiven Bewusstseins und Archetypen. Im Gegensatz zu den Freudschen Psychiatern integrierte Jung Mythologie und Metaphysik als unignorierbaren Teil der menschlichen Psyche in die Psychologie. Ich würde anregen, dass die Homöopathen von der großen Menge an verfügbarem Material über die Jungsche Psychologie Gebrauch machen und die originalen Quellen aufsuchen. Sein Werk bietet einen Plan des Unterbewusstseins, das der formlosen Psyche Gestalt gibt. Dies kann für die Fallaufnahme und dem Verständnis für Mittel sehr hilfreich sein.

Leela: Wir werden das tun. Ich glaube nicht, dass ich seine Erklärungen über Archetypen usw. gänzlich erfasst habe, und freue mich darauf zu lesen, was Sie geschrieben haben. Von dem Wenigen jedoch, was ich gelesen habe, stimmen die homöopathischen Konzepte von Krankheit und ihre Heilung größtenteils mit der Jungschen Psychologie überein. Was ist mit Ihrem letzten Band?

David: Band 6 ist eine spezielle Materia medica von 200 Mitteln, die Geisteskrankheiten, die 12 Persönlichkeitsstörungen, die 5 Arten von Neurosen, Psychosen, Schizophrenie, Autismus, archetypische Komplexe usw. und ihre körperlichen Begleiterscheinungen betont. In Teil 5, Konstitution, Veranlagung und Pläne des Bewusstseins, gebe ich eine Übersicht der über die Geschichte der Philosophie und der Psychologie, beginnend mit der Antike bis zum Beginn der Homöopathie und endend mit der modernen Psychiatrie. Ich erkläre die Begriffe der Psychologie auf eine solche Art, dass ich hoffe, dass sie eine Straßenkarte der Psyche darstellt, der in der Fallaufnahme einfach zu folgen sein wird.

Band 6 sorgt für die praktische Anwendung des 5. Bandes und setzt das gesamte Material in eine klinische Perspektive. Diese zwei Bände bilden ungefähr 1000 Seiten Originalmaterial zu diesen Themen. Ich hoffe, dass es eine Grundlage für eine fachgerechte Anwendung der Homöopathie und der Psychologie für die heutige Praxis darstellen wird.

Leela: Ich bin mir sicher, dass es dies wird!

Mir ist auch noch bewusst, dass Sie viel über den Gebrauch verschiedener Potenzen und ihrer Wirkungen gelesen und studiert haben. Wie kam es dazu?

David: Ja, ich war gespannt zu erfahren, weshalb die Potenzwahl eine willkürliche Wahl unter den heutigen Homöopathen bleibt. Die ersten Bücher, die ich genau studierte, waren Kents Repertorium, Kents Vorlesungen über die homöopathische Philosophie und die Vorlesungen über die Materia medica. Ich begann auch das 6. Organon der Heilkunst und die Chronischen Krankheiten von Samuel Hahnemann zu lesen. Sofort brachte ich die Organon-Passagen über die Lebenskraft mit der allgemeinen philosophischen Struktur des Werkes in Zusammenhang, aber ich war über die Dosierungslehre und den Maßnahmen bei der Fallbehandlung völlig verunsichert. Das lag daran, dass ich über die LM-Potenzen las, von denen ich keine Kenntnisse besaß und niemanden kannte, der sie jemals benutzt hatte.

Mir wurde die trockene Einzelgabe und 'warte und beobachte - Methode' mit dem Schwerpunkt auf die C-Potenzmittel gelehrt. Der größte Teil dessen, was Hahnemann wirklich sagte, wuchs mir glatt über den Kopf und ich muss zugeben, dass ich die meiste Zeit über nicht verstand, über was er erzählte. So wie das Organon in meinem Bücherregal Staub anzusetzen begann, fuhr ich fort, die Werke von C. Boenninghausen, C. Hering, T. F. Allen, H. C. Allen, J. H. Allen, H. A. Roberts, Nash und Andere zu studieren. Ich benutzte Kents Repertorium und obwohl ich ein Exemplar von Boenninhausens Therapeutischen Taschenbuchs hatte, verstand ich doch nicht seinen Aufbau oder seine Verwendung.

Als ich das Organon zum zweiten Mal las, war ich schockiert, weil ich zu realisieren begann, dass ich die Grundlagen der Homöopathie nicht wirklich verstanden hatte, und doch behandelte ich die Kranken! Was mich am meisten beunruhigte war, dass mir die Kentsche Vorstellung beigebracht wurde, dass die Größe der Gabe, die Anzahl der Pillen und die Verabreichungsart keinen Unterschied der Arzneimittelwirkung auf den Patienten mache. Hahnemann, wie auch immer, sagte klar aus, dass die Gabengröße entscheidend für die Arzneiwirkung war und noch entscheidender wird, wenn man höhere Potenzen verwendet! Er zeigte auf, dass die Gabengröße, feine Änderungen der Potenz und die Verabreichungsart sehr wichtige Faktoren in der Dosierungslehre und zentral in der Fallbehandlung waren.

Leela: Also, was Sie hier sagen ist, dass wir wirklich die klinischen Reaktionen unserer sensitiven Patienten ernst nehmen müssen, und dies in jede Potenzwahl, Gabe und Wiederholung, die wir verschreiben, extrapolieren müssen. Wie beeinflusst dies die Wahl zwischen einer Trocken- oder Flüssiggabe?

David: Mir wurde klar, dass Hahnemann die Trockengabe gar nicht mehr länger benutzte, weil er dachte, dass sie zu begrenzt war und dem Gebrauch homöopathischer Mittel zu viele ungerechtfertigte Einengungen auferlegte. Hahnemann ersetzte die trockenen Pillen, falls und wenn eine beschleunigte Heilung notwendig war, durch medizinische Lösungen und die ausschließliche Einzelgabe mit den Gaben nach der Split Methode. Er sagte auch ganz klar aus, dass diese Methode die Anzahl und Stärke der Verschlechterungen reduzieren konnte, und Begleitsymptome und antagonistische Gegenwirkungen auf die Lebenskraft verhütet werden konnten. Das alles überraschte mich, weil weder ich noch irgendjemand den ich kannte, all diesen Zusatzinformationen Aufmerksamkeit schenkte.

Während ich das Quellenmaterial tiefer erforschte, wurde mir klar, dass es große Unterschiede zwischen der 4., 5. und 6. Auflage des Organon gab, und was ich eigentlich praktizierte, war der 4. Auflage des Organon am ähnlichsten. Wie denn das, wunderte ich mich. Warum studieren wir nur die Methoden, die Hahnemann 1828-1829 praktizierte, und ignorieren alles, was er 1832-1843 eingeführt hat? Wie kommt es, dass ich so wenig über die Methoden der 5. und 6. Auflagen wusste? Dies traf nicht nur für die USA zu, sondern in Europa und Indien war es genau so. Zu dieser Zeit entschied ich mich dafür, dass ich einen ausführlichen klinischen Test durchführen sollte, in dem ich die Methoden des 5. Organon (1833), der Pariser Auflage der Chronischen Krankheiten (1837) und des 6. Organon (ca. 1842-1843) anwenden würde und dies mit den Methoden des 4. Organon (1829) und der ersten Auflage der Chronischen Krankheiten (1828) vergleichen würde.

Leela: Genau an dieser ergreifenden Stelle hören wir auf und warten auf die Ergebnisse Ihrer klinischen Tests für das zweite Interview. Es gibt so viel von Ihnen über Ihre Arbeit zu lernen, wir könnten nicht genug davon kriegen ... . Ich kann bereits den Ruf da draußen vernehmen: "Wir wollen noch mehr!"

Wir werden auch Ihre Perspektive über den gegenwärtigen klinischen Ansatz in einem anderen Zusammenhang diskutieren. Ich erinnere mich, dass Sie in einer der Online Listen mit großer Klarheit erklärten, was für die klinische Homöopathie heutzutage erforderlich ist. Ich stimmte mit dem, was sie sagten, überein: Die Homöopathen benötigen die Flexibilität, die Fallaufnahme dem Typ der Fallpräsentation anzupassen.

Wie sah Ihre homöopathische Praxis während all der Jahre aus? Können Sie uns nochmals von den klinischen Ansätzen erzählen, die Sie benutzt haben?

David: Meine homöopathische Praxis war über die Jahre sehr vielgestaltig. Zuallererst betrieb unsere Familie über viele, viele Jahre hinweg eine kostenlose Klinik mit einer Massenpraxis in den Dörfern. Zur gleichen Zeit betrieb ich eine kostenlose Praxis für andere Individuen, die aus verschiedenen Teilen Indiens kamen und die meine Hilfe suchten. Ich behandelte auch viele aus dem Westen, weil sie mich wegen meiner Kenntnisse der örtlichen Bedingungen ausersucht haben. Meine Patienten reichten von den ärmsten der Armen bis zu den Familien von Ministern, Innenministern, Polizeiministern, Militärbeamten und Parlamentsmitgliedern. Niemals habe ich von jemandem Geld verlangt, ob sie Bettler waren, führende Industrielle, bekannte Politiker oder frühere Könige. Auf diese Weise erhalte ich meine komplette Unabhängigkeit und leiste selbstlosen Dienst für die Menschheit. Manchmal reise ich in die USA und behandle dort Patienten, obwohl es um die 7 Jahre her ist, seit ich Indien verlassen habe. So könnten Sie sagen, dass ich "alles" und "jeden" über die Jahre gesehen habe.

Ich versuche mich lieber den Patienten und Ihren Umständen anzupassen, als dass ich das Individuum in eine bestimmte Anamnese-Technik stecke. Um diese Methode richtig anzuwenden, muss man die wichtigsten Methoden zur Fallaufnahme, einschließlich der von Hahnemann, Bönninghausen, Hering, Jahr, Kent und Boger verstehen.

Leela: Wir würden gerne einen Einblick darin bekommen, wie sie dies klinisch verbinden.

David: Das Fundament der Fallaufnahme ist natürlich Hahnemanns Methode, die auf Verursachung, Symptome und auf deren bestehende Umstände basiert. Hahnemann lehrte, dass man die vollständige Fallgeschichte studieren sollte und man sowohl die erregenden und grundsätzlichen Ursachen einschätzt, als auch die zufälligen Umstände, deren Ursachen unbekannt sind.

Auf dieser Basis schlägt Hahnemann vor, die Gesamtheit der Zeichen und Symptome des Körpers und der Seele und der Begleitumstände, wie der Zustand der körperlichen Konstitution, die Charakteristik des Intellekts und die emotionale Veranlagung, Gewohnheiten, Lebensstil, berufliche Talente, häusliche und soziale Verhältnisse, Alter, Geschlecht, usw., zu sammeln. All diese Informationen bilden die einzig vorstellbare Gestalt der Krankheit und führt zum wahren Similimum hin. Ohne diese wesentliche Grundlage ist keine Anamnesemethode vollständig. Auf dieser Basis wird die Arzneimittelwahl aufgrund von Symptomen vorgenommen, die am auffälligsten, außergewöhnlichsten, ungewöhnlichsten und seltsamsten für den Krankheitsfall sind.

Als Nächstes kommen die Methoden des Barons von Bönninghausen, die direkt unter der Anleitung von Samuel Hahnemann entwickelt wurden. Hahnemann war der Erste, der Symptome im Sinne von Örtlichkeiten, Empfindungen, Veränderungen und Begleitumständen betrachtete, aber Bönninghausen verdeutlichte diese Ideen und verlieh ihnen noch größere Bedeutung. Der Baron wies darauf hin, dass eine Rubrik alle diese Bestandteile beinhalten sollte, um zu einem vollständigen charakteristischen Symptom zu werden. Dies bedeutet, dass unsere vollständigen Rubriken aus Symptomensegmenten konstruiert werden, die in unterschiedlichen Kombinationen zusammengestellt werden können, in Abhängigkeit von der Zeit und der Umstände. Diese Idee war die Basis des klassischen Repertoriums des Barons, des Therapeutischen Taschenbuches.

In diesem Repertorium verallgemeinerte der Baron die meisten der wichtigen, charakteristischen Symptome der 125 Mittel, die in der Reinen Arzneimittellehre und den Chronischen Krankheiten gefunden werden, und er indexierte sie in alphabetischer Reihenfolge in der Aufmachung eines Repertoriums. Bönninghausen schlug vor, die Gesamtheit der Symptome durch Örtlichkeiten, Empfindungen, Modalitäten und Begleitumständen aufzubauen und er tendierte dazu, die Gemütsymptome als Bestätigungszeichen zu verwenden.

Die Idee war, die Symptome Stück für Stück nach Örtlichkeiten, Empfindungen, Modalitäten und der Zeiten aufzubauen, so wie sie im Patienten vorgefunden werden. Die Methode, die Symptome als Segmente oder Informationsbits anzusehen, die auf unterschiedliche Weise aufgebrochen und wieder kombiniert werden können, erweiterte die Rolle des Repertoriums beträchtlich über den Dienst lediglich als Index von bereits in der Materia medica vorgefundenen Symptomen hinaus. Der Beitrag des Barons bietet die beste Methode an, um die wesentlichen Elemente zu verstehen, die ein vollständiges charakteristisches Symptom und den gesamten Fall ausmachen. Diese Arbeit, wie auch immer, präsentiert nur wenige Gemütsymptome und weist in diesem Bereich Schwächen auf.

Kents Beitrag zum Repertorium und zur Materia medica ist ziemlich umfangreich. Er integrierte die meisten von Bönninghausens Allgemeinsymptome und dessen Abschnitt für das Allgemeine und er erweiterte das Kapitel, das die mentalen Symptome enthält, beträchtlich. Kent schloss auch eine große Anzahl von Unterrubriken ein, die weitere Spezifizierungen der in den Allgemeinrubriken gefundenen Themen anboten. Er betonte die Wichtigkeit der Gemütsymptome und schlug vor, dass sie als primäre Eliminierungssymptome verwendet werden können. Diese Idee steht mit der Hierarchie der Symptome von den mentalen Allgemeinsymptomen über die körperlichen Allgemeinsymptome zu den örtlichen Besonderheiten in Verbindung. Auf diese Weise können die Symptome von oben nach unten aufgebaut werden, beginnend mit den Gemütsymptomen und mit den örtlichen Besonderheiten abschließend.

Der große Beitrag von C. M. Boger schließt sein BBC-Taschenbuch, den Synoptic Key der Materia medica und die General Analysis mit seinem Lochkartenrepertorium mit ein. Cyrus war empfindsam für die Kritik durch Hering, Kent und anderen, dass das Therapeutische Taschenbuch unvollständig sei. Manche sorgten sich um die Überverallgemeinerung von einigen der Symptome, und andere beschwerten sich über den Mangel an Unterrubriken, die weitere Spezifizierungen enthalten. Andere waren besorgt, dass der Baron zu viele der vollständigen charakteristischen Symptome der Materia medica auf solche Weise aufgebrochen habe, sodass sie verloren sind. In Bogers Bönninghausens Repertorium bewahrte Boger das Allgemeine des Barons, er führte aber auch wieder Unterrubriken mit weiteren Besonderheiten und einzigartigen Begleiterscheinungen ein.

Boger betonte die Wichtigkeit der Allgemeinsymptome als Mittelweg zwischen den Gemütsymptomen und der örtlichen Besonderheiten. Er fühlte, dass sogar die pathologischen Allgemeinsymptome verwendet werden können, wenn sie mit Empfindungen, Modalitäten und Begleiterscheinungen ausgefüllt werden. Er bestätigte die Wichtigkeit der Gemütsymptome, aber wies darauf hin, dass sie wirklich nur dann nützlich sind, wenn sie gut ausgeprägt und sonderbar sind. Er bemerkte auch, dass die regionalen Örtlichkeiten nützlich seien, sie aber nicht den vollständigen Fall repräsentieren, außer wenn sie mit den Allgemeinsymptomen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Boger fühlte, dass die Gemütsymptome häufig zu subjektiv waren, während die örtlichen Besonderheiten nur den physischen Körper repräsentierten. Die Allgemeinsymptome, wie auch immer, waren von Natur aus entscheidend und bezogen die Reaktionen des gesamten Gemüt-Körper-Komplexes auf ihre innere und äußere Umgebung. Auf dieser Basis veröffentlichte er seine General Analysis und das Lochkartenrepertorium, in welchen er die Rolle der Allgemeinsymptome hervorhob. Dieses Werk beinhaltet nicht alle örtlichen Besonderheiten und wie das Therapeutische Taschenbuch, enthält sein Werk wenige Unterrubriken. Es war Bogers Absicht, dass weitere Besonderheiten in seinem Bönninghausens Repertorium, den Synoptic Keys oder in Kents Repertorium studiert werden konnten. Phatak begründete sein Repertorium und seine Materia medica auf die Arbeiten von Boger. Diese Methode kann man zentrale allgemeine Methode nennen.

Leela: Dies ist eine sehr interessante Information zu Bogers Werk. Ich hatte es noch nicht vergegenwärtigt, dass Phatak seine Werke auf Bogers Synoptic Key begründete, obwohl ich dieses Repertorium oftmals erfolgreich benutzt habe. Es ist so einfach und direkt!

David: Ja, es ist eine nützliche Methode. Von dieser Übersicht kann man ersehen, dass es auf der Basis von Hahnemanns Anamnesetechnik drei primäre Repertorisierungstechniken gibt, Bönninghausens, Kents und Bogers. Bei ihren drei Methoden kann man von der "von unten nach oben Methode", der "von oben nach unten Methode" und der "zentralen allgemeinen Methode" sprechen. Bei Boenninghausens Methode werden die Symptome von der Örtlichkeit, Empfindung, Veränderung und Begleiterscheinungen zu den Gemütsymptomen aufgebaut. Bei Kents Methode werden die Symptome aus den Gemüts- und Allgemeinsymptomen und der örtlichen Besonderheiten aufgebaut. Bei Bogers Methode wir der Fall aufgebaut, indem man zuerst die verlässlichsten Allgemeinsymptome findet und die Besonderen- und Gemütsymptome um diese Allgemeinheiten herum, hinzufügt. Was all diese Methoden gemeinsam haben ist, dass die letzte Entscheidung aufgrund der Materia medica getroffen wird, und nach dem, was Hahnemann als auffallende, außergewöhnliche, ungewöhnliche und merkwürdige Charakteristika bezeichnete. Diese Idee war für alle unantastbar und der Treffpunkt aller Repertorisierungsmethoden.

Leela: Das Verständnis für die unterschiedlichen Herangehensweisen, wie die charakteristischen Symptome zu analysieren sind, muss die Grundlage für die richtige Verwendung für jedes Einzelne in der klinischen Falldarstellung sein. Können Sie uns ein paar Fallbeispiele geben?

David: Das werde ich. Oftmals stellen die Patienten ein wohlbekanntes Portrait dar, wie es in der Materia medica und ihren Kommentaren präsentiert wird. Manchmal nimmt man sofort wahr, dass der Gesichtsausdruck des Patienten von Sorgen gezeichnet und voller Trauer ist; seine Haut ist glänzend, blass, wachsartig und fettig; und er ist um den Hals und das Schlüsselbein herum abgemagert, während er um den Bauch, den Hüften und den Beinen ziemlich rundlich und ödematös ist. Dies lässt einen bereits in Begriffen der Mittelportraits nachdenken.

Es dauert nicht lange, bis die Symptome unpassender Beziehungen, unerwiderter Liebe, beruflicher Enttäuschungen, langer andauernder Trauer und Probleme wegen pingeliger Kontrolle mit emotionaler Unterdrückung offensichtlich werden. Dann folgt eine Litanei körperlicher Symptome wie heftiger Durst, Verlangen nach Salz, rasende Kopfschmerzen, spärliche oder verzögerte Menses usw. Man weiß häufig, "wer" ein solcher Patient ist, sobald er in den Raum hereinläuft, und Natrium muriaticum wird verschrieben, und seine Gesundheit erholt sich. Wenn sich die Symptome als reichlich vorhandene Gemüts- und Allgemeinsymptome, in deutlichen konstitutionellen Bildern präsentieren, dann ist es häufig am Besten, Kents Repertorium und die synthetischen Repertorien, die auf dieses Format basieren, zu benützen. Dies ist deshalb, weil solche Fälle zu der "von oben nach unten"-Methode passen.

Unglücklicherweise werden nicht alle Fälle in solch vollständiger Weise vorgestellt. Oftmals ist die Krankheitsursache unbekannt und der Fall präsentiert sich in Fragmenten unvollständiger Symptome. In solchen Fällen muss man die Symptomenfragmente in verschiedenen Körperregionen sammeln und auf der Stelle charakteristische Symptome aufbauen, die dem Fall entsprechen. Hier kommen die Ideen, wie sie im Therapeutischen Taschenbuch präsentiert werden, zur Rettung. Der Patient beklagt sich über einseitige Gelenkprobleme, bietet aber keine charakteristischen Empfindungen oder Modalitäten der Beschwerden und sagt nur, es schmerzt "die ganze Zeit". Egal, was man fragt, es kommen immer die gleichen beschränkten Antworten.

Leela: Haben wir nicht alle schon solche Fälle gehabt?! Zu Beginn unserer Praxis machen Viele von uns den Fehler, nach Symptomen zu graben ... und scheuchen so den Patienten davon!

David: Richtig! Wobei tatsächlich dieses selbst schon ein charakteristischer Ausdruck ist. Als Beispiel dient ein Fall, als unter hartnäckigem Nachfragen etwas Trockenheit hier, eine stechende Empfindung dort vorkommt, und sie mögen sich nicht bewegen. Noch ist kein Symptom in sich selbst vollständig. Es wurde auch offensichtlich, dass sie nicht tiefer in Details gehen können oder möchten. Es scheint, dass sie über das Verständnis ihres Krankheitszustandes ziemlich fixiert und steif sind. Der einzige Weg, die allgemeinen und geistigen Situationen zusammenzufassen ist "steif und unbeweglich". In solchen Fällen können die Gelenke als Örtlichkeit genommen werden, die Trockenheit und das Stechen als Empfindungen und < durch Bewegung als Modalität mit der steifen und fixierten Natur als Begleiterscheinung, obwohl sie in unterschiedlichen Regionen erscheinen.

Plötzlich beginnt ein fragmentierter einseitiger Fall, der keine vollständigen Symptome aus der Materia medica aufzeigt, gut bekannte charakteristische Symptome eines Mittels wie Bryonia aufzuzeigen. Man muss schauen, ob das Mittel, wenn man es in der Materia medica studiert, das Potenzial besitzt, die im Patienten beobachteten Symptome zu produzieren. Man muss nach den verschiedenen Regionen schauen und die Symptomenfragmente sammeln und diese dann auf solche Weise kombinieren, dass sie zu dem Fall passen. Man muss die Symptomenfäden gemäß der Stärke und der Häufigkeit ihres Auftretens im Patienten und der Materia medica verallgemeinern. So kann man "zwischen den Zeilen lesen" und Mittel herausfinden, wo andere nichts finden können. Ich habe auf diese Weise viele solcher fragmentierter, einseitiger Fälle geheilt. Solche Situationen passen zur "von unten nach oben"-Methode, weil man die Symptome Segment für Segment konstruieren muss, bis ein vollständigeres Bild der charakteristischen Symptome erscheint, und Allgemeinsymptome gesammelt werden können, die durch die Gemütsymptome bestätigt werden.

In einigen Fällen sind die ätiologischen Rubriken sehr wichtig. Während ich für dieses Interview schreibe, sah ich eben einen Patienten, der sich mit schrecklichen qualvollen Magenschmerzen präsentierte, die ihn sich hinzulegen zwangen und er unter großem Leiden stöhnte. Das Gesicht des Patienten sah emotional verzweifelt aus und ich fragte mich, was diesen Zustand verursachte. Er erschien dunkel, verdrießlich und melancholisch. Er versuchte zu erbrechen, weil er glaubte, dass ihn dies besser fühlen ließe, aber dies tat es nicht. Er fühlte sich nach dem Stuhlgang etwas besser, aber seine Schmerzen kehrten zurück. Er hatte keine außergewöhnliche Nahrung oder Getränke zu sich genommen, noch auswärts gegessen. Ich dachte darüber nach, was ich tun sollte, als mir einer seiner Freunde erzählte, dass sich der Patient am Tage zuvor sehr sehr geärgert hatte, sodass er beinahe eine Person geschlagen hätte und zurückgehalten werden musste. Am nächsten Morgen erwachte er mit schrecklichen Schmerzen.

Ein kurzer Blick auf die Rubrik "Beschwerden nach Zorn" zeigte, dass Nux vomica das geeignetste Mittel wäre, wenn man es mit den Begleiterscheinungen verglich, wie denken, er würde sich > fühlen, wenn er erbrechen würde und die Schmerzen durch Stuhlgang >. Er bekam eine Einzelgabe C30 in medizinischer Auflösung und er schlief augenblicklich für mehrere Stunden ein. Als er erwachte, fühlte er sich viel, viel besser. Eine zweite Gabe wurde am nächsten Tag wegen einiger verbliebener Symptome verabreicht und danach fühlte er sich völlig gesund.

Manche Fälle präsentieren sich selbst im Sinne der Gruppencharakteristiken der chronischen Miasmen. Manchmal zeigt ein Überblick der Fallgeschichte, dass der Patient eine miasmatische Infektion hatte, die unterdrückt wurde. Man kann es vorfinden, dass der Patient eine ernsthafte Hautinfektion hatte, die unterdrückt wurde, oder Gonorrhöe, die Entfernung genitaler Warzen, eine alte TB-Infektion oder sogar syphilitischen Schanker. In anderen Fällen kann ein vererbtes Miasma vorliegen, das durch das Studium der mütterlichen und väterlichen Linien zurückverfolgt werden kann. In diesem Fall leidet der Patient an einer Krankheit mit miasmatischer Ursache, die ähnliche Symptome produziert, wie sie eine homogene Gruppe befallen. Dies ist die Zeit, wenn man die Symptome in Beziehung zu dem Potenzial antimiasmatischer Mittel und Nosoden beurteilen muss, und wenn man zuerst das chronische Miasma behandeln muss.

Auch muss man verstehen, dass nicht alle Fälle durch die konstitutionelle Methode therapiert werden können, weil es für eine solche Technik zu spät ist. Dies kommt am häufigsten unter Bedingungen einseitiger Pathologien der lebenswichtigen Organe wie Herz, Nieren oder Lungen, vor, wenn die Organe für die Elimination völlig geschädigt sind. Dies sind Fälle, über die Kent sagte: "Geben sie ihnen nicht das konstitutionelle Mittel, das sie vor 20 Jahren benötigt hätten." Warum? Weil die fruchtlosen Verschlechterungen, die ein solches Mittel verursacht, den Tod des Patienten eher beschleunigt, als dass es ihn heilt! In diesen Fällen muss man in Begriffen wie Örtlichkeit, Systemen, Geweben und Organen denken, welche die Krankheit geschädigt hat, und Mittel verwenden, von denen man weiß, dass sie unter solchen Umständen und Krankheiten wirken. In solchen Fällen sind die pathologischen Allgemeinsymptome durch ihre Örtlichkeiten, Empfindungen, Änderungen und Begleiterscheinungen zu unterstreichen. Unter solchen Umständen sind Bönninghausens und Bogers Methoden geeigneter als die von Kent.

Leela: Wie sieht Ihre klinische Herangehensweise zu diesen Typen von Fällen aus, die pathologische Veränderungen der vitalen Organe oder einseitige Pathologien aufweisen?

David: Unter diesen Umständen muss man ein geschichtetes Herangehen anwenden, das den Patienten von den einseitigen Zuständen in den lebenswichtigen Organen durch  Rückgängigmachen der Symptome zurückbringt, bis die Krankheit in einen mehr konstitutionellen Zustand zurückkehrt. Dann kann man ihnen das Mittel verabreichen, das sie vor 20 Jahren benötigten, um die Heilung zu vollenden! Man muss vielleicht einen Fall von Herzversagen mit Mitteln wie Crataegus oder Cactus beginnen und die Funktion und Vitalität des Organs zuerst wieder herstellen und mit eher konstitutionellen Mitteln später den Fall weiterverfolgen. Sobald die Symptome rückgängig gemacht wurden, beginnt man mit einem tiefer wirkenden Mittel.

Die gleiche Situation findet man vor, wenn man fortgeschrittene Stadien von Tuberkulose behandelt, in denen tief wirkende Pflanzenmittel mit hohem Mineralanteil, antimiasmatische Mineralien und Nosoden, sehr gefährlich sein können. Oft muss man mit Pflanzenmitteln wie Sanguinaria beginnen, um die Tuberkel und die Hohlraumbildung zu reduzieren, und dann geht man zu tiefer wirkenden Mitteln über, nachdem Fieber, Schwitzen und Husten beseitigt sind. Eine fortgeschrittene Pathologie muss auf andere Weise gehandhabt werden als die Fälle, in denen man nur unter funktionellen Störungen leidet und unter der Frühphase der Organpathologie.

Wie ich schon sagte, können diese Bereiche der Fallbehandlung nicht in wenigen Worten erklärt werden, doch hier haben Sie die Gedanken in aller Kürze.  Wenn sich der Fall als ein ernsthafter akuter Zustand, als pathologische Krise oder als Trauma zeigt - verschreiben Sie das Mittel für die akute Krise. Dieses Mittel wird nach der krankheitserregenden Ursache oder den akuten aktiven Symptomen gewählt. Falls sich der Fall mit einem einzigartigen konstitutionellen Bild zeigt, dann benutzen sie das Mittel für die individuelle chronische Gestalt der Krankheit. Das Mittel wird mit einer Betonung der unmittelbaren Ursache und der wesentlichen Natur der Gemüts- und Allgemeinsymptome unter Beachtung der Charakteristiken in den Körperregionen gewählt.

Leela: Ich bin froh, dass Sie ein umfassendes Buch, welches die Flexibilität in der für verschiedene klinische Zustände erforderlichen Herangehensweisen, vom homöopathischen Standpunkt aus geschrieben haben. Es ist definitiv eine Lücke, die darauf wartet, gefüllt zu werden, damit es jungen Homöopathen möglich wird, aus der Vogelperspektive zu betrachten, was die homöopathische Fallbehandlung mit sich bring.

David: Ich bin froh, dass Sie so denken. Zusätzlich zu dem, was ich gesagt habe, zeigt sich der Fall im Sinne von Gruppensymptomen der chronischen Miasmen, dann wird das Mittel nach der fundamentalen Ursache mit Betonung der Symptome der chronischen Miasmen und der antimiasmatischen Mittel und Nosoden ausgewählt. Wenn sich die Symptome als einseitige Organpathologie in den lebenswichtigen Organen und Systemen zeigen, dann sollte das Mittel gemäß der pathologischen Ursache, der Örtlichkeiten und dem Zustand der Gewebe gewählt werden, die am meisten betroffen sind.

Wenn der Patient in den Zustand des Endstadiums eingetreten ist, benutzen Sie die Mittel, die für die Euthanasie bekannt sind, um den Patienten für das Ableben auf die schmerzloseste Art zu unterstützen. Ich sah einmal ein Kleinkind mit angeborenem Hydrozephalus, das vom Krankenhaus zum Sterben nach Hause verlegt wurde. Die Eltern brachten mir den Fall und baten mich zu helfen. Es war offensichtlich, dass das Kind am Todesröcheln litt, und dass es seine letzten Stunden waren. Ich beschloss, dem Patienten Arsenicum zur Euthanasie zu verabreichen, um die letzten Momente friedvoller und schmerzloser zu machen, und das Baby erholte sich! Dies zeigt einem, dass man schließlich der Lebenskraft vertrauen kann, dass sie unter dem Einfluss des Similimums das für den Moment Richtige tun wird.

Ich habe eine Palette von Behandlungsstrategien angeboten, die Zustände abdeckt, die von den akuten zu den konstitutionellen, zu den miasmatischen, und zu den einseitigen pathologischen Zuständen reichen, bis zu den Momenten vor dem Tod. Dies ist die natürliche Entwicklung der Pathologie vom Vergänglichen zu dem länger dauernden Degenerativen, zu dem Einseitigem bis zu den letzten Momenten des Lebens. Ich hoffe, dass die wenigen Beispiele, die ich angeboten habe, für das Prinzip erläuternd sind. Der allerwichtigste Punkt ist es, dass sie ihre Behandlung den Patienten und ihren Krankheiten speziell anpassen, als alle Patienten auf die gleiche Weise nach einer favorisierten Methode zu behandeln.

Leela: Dem stimme ich völlig zu!

David: Diejenigen, die alle Patienten auf die gleiche Weise behandeln, ohne Rücksicht auf die Natur und dem Stadium des Krankheitszustandes, haben beträchtliche Schwierigkeiten, eine große Auswahl von Patienten zu behandeln. Dies ist das Problem von einseitigen Hochpotenz-Konstututionalisten, die nur die Patienten, nicht die Krankheiten sehen, als auch der pathologischen Tiefpotenz-Verschreibern, die nur die Krankheit und nicht die Patienten sehen! In Wahrheit muss man immer den Patienten und ihre Krankheit sehen, da sie immer gemeinsam auftreten!

Diejenigen, die in ihren Ansätzen starr sind, verstehen nicht, dass die Homöopathie in erster Linie und zuallererst ein System von flexibler Wirkung ist, das für eine große Auswahl von Patienten und Bedingungen maßgeschneidert werden kann. Sie können eine akute Krankheit nicht auf die gleiche Weise wie eine chronische Krankheit behandeln, noch können sie ein chronisches Miasma auf dieselbe Weise behandeln, wie eine einseitige Erkrankung oder die Endstadien organischer Pathologie. Schließlich kann man nicht den Tod heilen, weil jeder am Ende früher oder später stirbt. Was wir Homöopathen wirklich anbieten, ist eine verbesserte Lebensqualität über einen längeren als sonst üblichen Zeitraum. Je früher all dies verstanden wird, umso besser für den Praktiker und den Patienten.

Leela: Danke David! Hiermit beenden wir den ersten Teil dieses höchst faszinierenden Interviews! Wir freuen uns darauf, von weiteren interessanten Aspekten zur homöopathischen Praxis in der heutigen Welt zu hören. Wir arbeiten heute alle auf einer globalen Ebene ... und die Homöopathie ist schließlich angekommen! Es gibt auf dieser Welt viele wundervolle Fackelträger, und wir sind froh, Sie als einen von ihnen zu haben.

 

David Little kann kontaktiert werden über
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